issue#6

sparta - wiretap scars

(erschienen feb. 2002 auf dreamwork records)

wie kann man einer band so einen scheissnamen geben war mein erster gedanke als sven mir erzählte, dass es angeblich eine weiterführung von "at the drive-in" namens "sparta" geben sollte.

ich verehre "at the drive-in" und besizte alle 6 cd's der sehr emotionalen und gefühlvollen hardcore-combo.

also rein in den shop und gekauft! zuhause booklet raus und studieren (mache ich immer so). als ich dann die namen der bandmitglieder las hatte ich sofort ein gutes feeling! paul hinojos (gitarre), jim ward (voc., guit., keys) und tony hajjar (drums) bildeten lange das gerüst von "at the drive-in". die texaner bersorgten sich matt miller am bass, der schon einige erfahrungen in sachen punk & gitarrenmusik gesammelt hatte und gaben stoff.

nachdem ich auf play gedrückt hatte gab's erstmal eine enttäuschung! song nr.1 "cut your ribbon" war definitiv nicht mein ding, aber meiner meinung nach ist das erste stück auch meist das mieseste.

nr.2 "air" lies mich dann positiv erwachen, melodisches von vocal & gitarre geprägtes intro, der refrain mit gas und gefühl.
derart macht das quartett unbeirrt weiter. es fällt allerdings auf, dass die combo lange nicht so hart und aggressiv rüberkommt, wie der richtungsweisende vorgänger. ein grund dafür ist sicherlich, dass jim ward sehr selten ins gekreische abdriftet. ausserdem wird öfters ein keyboard eingesetzt (aber nicht übertrieben) sowie im wunderschönen titel nr.4 "collapse" ein cello seinen auftritt hat. und so geht's weiter, meist düstere in parabeln erzählte texte wobei die gitarre ab und zu mit gewalt aber meist wohl dosiert den ton angibt.
anspieltip:
nr.7 "cataract" - das längste stück der cd, geil instrumental untermalt und mit absolut passenden tempiwechseln.

p.s.: normalerweise nehme ich mich ja nicht den aktuellen releases an, aber der sound der band, die ich irgendwo zwischen "motorpsycho" , "at the drive-in" und "sonic youth" einordnen würde , versetzte mich direkt in den wohlfühlschub. emocore in reinkultur für "black sabbath" als auch für "lagwagon" fans.
                                                                     dirk.

at the drive in-cds
"acrobatic tenement"


"vaya"


"relationship of command"

     
 
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