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| issue#9 |
less than jake - losers, kings and things we don't understand |
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wenn die rede von ska mixed mit punkrock ist, geht kein weg an less than jake vorbei. die jungs aus gainesville/florida zählen in bezug auf diese stilrichtung mit der legende operation ivy zum besten, was spassmusik zu bieten hat (nicht zu vergessen MU330, M M Bosstones und andere). gegründet wurde die Truppe 1994 von vinnie (drums) und chris (vocals/guitar). da man sich hauptsächlich mit punk beschäftigen wollte fehlte nur noch ein bassist. der wurde alsbald gefunden, es gab allerdings ein winziges problem: roger (rog) war ein super gittarist, hatte aber nie zuvor einen bass in den händen gehabt! "scheiss drauf", dachte sich das trio und stürmte den nächsten pawn shop (pfandleihe), wo das billigste 4-seiten-gerät überhaupt besorgt wurde und ab ging die luzie. schon nach kurzer zeit klappte es mit dem zusammenspiel saugut und rog bekam einen vernünftigen bass. die tommy-punks "snuff" und deren sound waren für die florida boys richtungsweisend und so beschloss man mit saxofon und trombone das trio zu einem quintett aufzustocken (anm. snuff setzen bei ihrer musik wohldosiert die trombone ein, zum beispiel beim megaknaller "nick northern"). gesagt, getan. bereits 1996 gabs mit pezzcore (nur in den usa), das debutalbum welches mittlerweile zu den punk/ska klassikern gehört. 1997/1998 folgte dann die "losers..."-cd und less than jake geben auf diesem release einfach nur gas. wie ein roter faden zieht sich ein schneller, manchmal aggressiver ska/reggae-rhytmus durch alle 20 songs. ab und zu wird es bei kräftigem zusammenspiel von bass und gitarre richtig punkig, aber nicht zu wüst. die texte sind kurz, lustig und verständlich - es geht um menschen, situationen, zukunft und fragen! gesangsmäßig ergänzen sich rog und chris perfekt, da beide mit sehr markant rauchigen stimmen am start sind. die refrains sind genial zum mitsingen/gröhlen. die musik von less than jake ist auch als anleitung zur bewegung zu verstehen, denn die bläser, die jedem song die krone aufsetzen, sind der burner schlechthin und passen zur melodischen energiegeladenen abgehmucke der fünf bierabhängigen amis, wie die faust aufs auge. ich habe die band im sommer beim wiesbadener schlachthoffestival gesehen. da es extrem heiss war verirrten sich gerade mal 500 - 700 leute in die halle. die selbige kochte bereits nach dem zweiten song, egal ob punks, rastas, rockabillys, metaller oder auch einfach nur chris isaak fans - alle gingen ab wie die sau! schnelle, kompromisslose musik kann so einen spass machen. fazit: die cd ist für nofx, peter tosh, bad religion, madness, long beach dub allstars, beatsteaks, liberator und viele andere fans einfach ein muss! anspieltips: alle songs - "cause it´s real music and i´m a whipping boy who loves the soundcheck" !! dirkster |
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