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über die jungs selber erzähle ich nur wenig, da es irgendwann
bestimmt einmal ein Rancid-Feature
geben wird. Rancid, 1991 gegründet von matt freeman (bass & vocal),
sowie tim armstrong (guitar & vocal).
die beiden hatten 1987 "operation ivy" ins leben gerufen. der
schnelle erfolg der band war bahnbrechend, das komplette amiland nahm
ein 3jähriges bad in der anarchiepunkwanne. ende 1989 war dann fini,
aber kein problem, denn besonders kalifornien lechzte nach unverbrauchten
aggressieven bands.
das projekt rancid wurde gestartet.
bereits die zweite scheibe "let's go" bescherte dem quartett
überquellende brieftaschen. das ganze wurde dann 1995 mit "..
and out come the wolves" noch mal getoppt. man konnte sich nun den
anderen dingen, wie z.b. dem eigens ins leben gerufenen "hellcat
label" widmen und ließ sich bis 1998 zeit um "life won't
wait" herauszubringen. das ergebnis brachte jeden fan unverzüglich
zum abspritzen! erstmal 22 songs auf einer punk cd, rund 60 min. musik!
nicht so aggro und garagenmäßig wie am anfang, dafür mit
vielen ska & reggae einflüssen. während die texte immer
noch von wut, kritik, ironie und aufregung geprägt sind.
direkt schon im wuchtigen intro kommt eine canned heat bluesmundharmonika
zum vorschein oder wird z.b. im song "hoover street" schön
leise und spärlich ein glockenspiel eingesetzt, usw.
RANCID präsentierte sich auf dieser scheibe abwechslungsreich wie
nie zuvor. trotz der überschrift punk läßt sich das machwerk
richtig easy durchhörenund wäre sogar ein tipp für den
durschnittlichen hitparadenhörer, der mal abdriften möchte ohne
sich eine ständig blutkotzende holzhackercombo antun zu müssen.
kaufen! wartet nicht, das leben machts auch nicht!
anspieltipps:
nr.3 - hoover street
nr.5 life won't wait (mit jamaicas raggapapst buju banton)
nr.6 - navy dress (im hintergrund wunderschöner
chorgesang der 4 kalifornier, hört sich an wie auf einer beerdigung
wo alle voll sind und sich irgendwo zwischen selbstmitleid und glückseligkeit
befinden)
nr.8 - hooligan (original tommy ol ska)
nr.13 - cash,culture&violence (back
to the roots, wütender punk) eigentlich jeder track, los jetzt! dirk
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