
Zunächst
gab es zwei Vorbands, die uns tatsächlich beide gut gefielen. Planlos
eröffneten den Abend mit ordentlichem Rock Marke Elfmorgen und
sorgten so für eine gute Partygrundstimmung. Danach folgten Wil
Ridge aus Santa Ynez, California - die Jungs sind
i bei Jackass Records auch die waren richtig gut! Der Sänger klang
ein wenig nach Joe Cocker und der Sound war rockig aber sehr abwechslungsreich.
Höhepunkt dieser Show war ein unkonventionelles Cover von Jimi
Hendrix' "All Along The Watchtower". Ein richtig
feines Vorprogramm. Sollte Jemand wissen, wie die Band hieß, bitte
mailen oder ins Guestbook schreiben.
Gegen halb zehn folgte die Umbaupause und der Soundpark Ost platzte
aus allen Nähten. Die Fans waren absolut heiß auf die Show
und das Warten heizte die Menge nur noch mehr an. Als die Mad
Caddies dann endlich die Bühne betraten gab es
natürlich kein Halten mehr, zumal Chuck mit "Reflections"
direkt als Opener ein Highlight anstimmte. Von da an gab es keine Ruhepause.
Der Punkkracher "Tired Bones" wurde
als nächstes gespielt und die Fans gingen dermaßen ab, daß
die Band die Menge kurz beruhigen mußte. Vielleicht hätte
man fünfzig Karten weniger verkaufen sollen, den die Crowd drohte
fast außer Kontrolle zu geraten. Absoluter Ausnahmezustand im
Airport! Danach folgte der Kultsong "The Bell Tower"
und die Menge gröhlte lauthals und ausgelassen den Refrain mit.
Überhaupt war es ein hammermäßiges Set, eine Art Live-Best-Of
möchte man meinen. Natürlich gab es dabei viele Songs vom
neuen Album zu hören, wie das Sublime-ähnliche "Backyard",
die Hitsingle "State Of Mind", "Coyote"
oder natürlich "Riding For A Fall".
Doch auch die Klassiker durften nicht fehlen und so wurde, wie eigentlich
immer auch "Weird Beird", "Machos
Nachos" und "Road Rash"
gespielt, sogar das selten gehörte Cover von "S.O.S."
(von der weniger bekannten EP "The
Holiday Has Been Canceled") war am Start und die verrückten
"Monkeys" und das wunderschöne
"Drinking For 11" folgten in der
Zugabe. Die Show war absolut perfekt und mir fällt auf Anhieb keine
Band ein, die den Mad Caddies live auch nur annähernd das Wasser
reichen könnte! Lediglich bei den Würzburger Fans gibt es
noch einigen Verbesserungsbedarf, diese erwiesen sich in den entscheidenden
Momenten als relativ unwissend im Bezug auf die Tanzmanieren, die Zugaberufe
und die Songtexte. Jungs, das nächste mal solltet Ihr das Album
rauf und runter hören, bevor Ihr aufs Konzert geht ... Im unserem
Video-Interview hatte Chuck angedeutet, daß man Europa mit den
vielen Konzerten des letzten Jahres auch nicht übersättigen
wolle. Das wird garantiert nicht geschehen, wir freuen uns schon jetzt
wieder auf die wilden Skapunks aus Santa Barbara. (Text: dr.öge
/ Fotos: nac)
Fazit: Hätte ich mir aus allen noch lebenden Bands
auf der Welt ein Konzert aussuchen können, ich wäre genau
hierhin gegangen, denn die Mad Caddies überzeugen derzeit mit der
besten Live-Performance überhaupt! Die Tour
läuft zwar noch einige Tage, doch die Karten gehen weg wie
geschnitten Brot, wenn Ihr die Caddies noch sehen wollt ist äußerste
Eile geboten, Stuttgart ist bereits ausverkauft ...
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www.fatwreck.com
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