.1905 "voice" (exotic fever / vö: 2002)




 
Im Endeffekt haben diesmal alle drei Platten (1905, Painted Thin und Sixty Stories) irgendwas mit der World/Inferno Friendship Society zu tun, denn auf Platte Nummer 1 (1905) bin ich bei der Suche nach etwas ähnlichem gestoßen und Platte Nummer 2 (Painted Thin) und 3 (Sixty Stories) habe ich von Ingo von the company with the golden arm (www.tcwtga.de, ein ganz lieber Mensch) bekommen, der ja wiederum die Touren der Inferno in Deutschland organisiert, aber das nur nebenbei!
 
1905 – Voice
 
1905 kommen aus Washington und spielen einen schönen Mix aus Punk, Indie, Folk und Hardcore.
Das klingt zwar recht konfus, ist aber im Endeffekt sehr interessant:
Schöner weiblicher Gesang wechselt sich mit männlichen Schrei-Attacken ab und zwischen Anti-Kriegs Folksong und gepflegtem Hardcore liegt manchmal nicht mehr als ein Druck auf die „Next Track“ Taste auf dem Cd-Player.
Neben der starken Abwechslung (die Platte wird in den knapp 38 Minuten Laufzeit nie langweilig) überzeugen vor allem die Texte dieser Platte, die zum träumen („turn your tanks around, use the metal to build a playground“) oder zum nachdenken („just because i can’t change everything, doesn’t mean i can’t change anything’) anregen.
 
Die Platte erschien übrigens bereits 2002, ist aber aufgrund des unkommerziellen Levels (im Booklet findet sich die Aufforderung, die Platte an gute Freunde zu kopieren anstatt sie zu kaufen) nicht einfach zu bekommen (Habe aber gesehen, dass es die zum Beispiel bei Green Hell gibt).
 
Als Anspieltips will ich an dieser Stelle mal „Control“, „Voice“ und „Throw“ nennen. (bär)
 
Fazit: Echt ein klasse Album. (8/10)

 
 

.painted thin "clear, plausible stories" ( / vö: 2001)




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Painted Thin – clear, plausible stories (the company with the golden arm)
 
Als ich die Cd das erste Mal gehört habe, war ich überhaupt nicht glücklich, da die Platte zweifelsohne in die 'emotionale' Punkrock Ecke gesteckt werden kann. Das soll nicht abwertend klingen (und kein hypercooles 'EMO-Bashing' sein) oder etwas ähnliches, aber ich mag es einfach dann doch eher 'druckvoll', aber das ist ja auch Geschmackssache. Zurück zum Thema: Wie erwähnt machen Painted Thin eher ruhigere Musik, und klingen grob gesagt ein bisschen wie Propaghandi (nur langsamer) oder Weakerthans (nur etwas trashiger und 'lauter'). Kein Wunder, kommen doch alle drei Bands aus Winnepeg (oder so ähnlich) in Kanada. Wer also mit den beiden genannten Bands etwas anfangen kann, der wird sich auch hier recht wohl fühlen. Toll sind auch hier die Texte, die (wie der Albumtitel schon andeutet) allesamt kleine Geschichten über das Leben, die Menschen und die Liebe erzählen.

Mein Lieblingstrack auf dem Album ist zweifelsohne 'Breakable Crust', eine schöne Ballade über eine Beziehung zwischen zwei Menschen, die wortwörtlich 'aneinander vorbei leben müssen'. Ich weiß nicht ob es der Text oder das hemmungslos von Social Distortion geklaute Riff von 'when the angels sing' ist, aber der Song ist wirklich phänomenal und einfach super.

Fazit: Achja, die Platte habe ich inzwischen x-mal gehört (drei Wochen jeden Tag auf der Fahrt zum Praktikum) und sie ist wirklich einfach SCHÖN! Und da man schöne Dinge unterstützen sollte rufe ich hier auch auf, dieser Band postum (die Band hat sich vor ein paar Jahren aufgelöst) Respekt zu zollen und sich das Album zuzulegen. Aber flott bitte! (7/10) (bär)
 
 

.sixty stories "anthem red" (hopeless / vö: 25.märz 2003)




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Sixty Stories – Anthem Red (the company with the golden arm)
 
Sixty Stories sind im Grunde die Nachfolgeband von Painted Thin, was wohl an der Tatsache liegt, dass mit Paul Furgale (Drums, früher Bass) ein Mitglied von Painted Thin an Bord ist und dass der erste Release von Sixty Stories eine Split-EP mit (ja……….!) Painted Thin war, also hier sozusagen die Schlüssel zum Proberaum übergeben wurden. Neben dem erwähnten Herr Furgale sind mit Jo Snyder (Vocals/Guitar) und Sarah Sangster (Bass) noch zwei Damen an Bord. Ach ja, im Booklet wird noch ein Computer als viertes Bandmitglied aufgeführt, aber das ist wohl eher kanadischer Humor. Musikalisch geht es etwas flotter, aber auch etwas glatter zu als bei Painted Thin. Vielleicht sollte man hier auch gar keine Vergleiche anstellen, sondern das ganze als etwas eigenes betrachten. Im Grunde erfinden auch Sixty Stories das Genre nicht neu, sondern liefern eben Poppunk Songs mit schönem Gesang und netten Melodieläufen (auch vom Keyboard). Textlich ist das ganze auch recht anschaulich gehalten und mit der Zeile „i’m gonna quit my job and spend the week with you“ wird es richtig süß. Toll finde ich an dieser Platte das sehr gute Schlagzeugspiel, das immer einen schönen Druck im Hintergrund erzeugt. Auch abwechslungsreich ist das ganze, aber natürlich auch Geschmackssache.

Fazit: In einem Mailorder Versand wurde die CD als „Platte des Jahres“ bezeichnet. Das stimmt genauso wenig wie der Vergleich mit Blink und Konsorten, der woanders zu finden war. Ich für mich werde es einfach als ein schönes Album für den kommenden Sommer ansehen und gebe darum 7/10 Punkten. (bär)