.skunk allstars - bleeding hearts and smiling faces (wolverine/vö:24.februar 2003)




reinhören


nach kurzem reinhören in diese cd wird schnell klar, diese kölsch-jungs haben in ihrer jugend bands wie die long beach dub allstars bzw. sublime, die mighty mighty bosstones, less than jake und ähnliches gehört, ja vermutlich angebetet und tun dies wahrscheinlich auch heute noch. tja, wer auch nicht.

im stylishen, grafisch aufwendigen design mit schönem booklet inkl. allen texten kommt also von wolverine-records eine cd des weges, die schon so aussieht, als ob dub, reggae und ska gemischt mit einer portion rock / punk direkt aus der hülle springen wollten und ... oh wunder ... sie klingt auch so.
aber eben nicht nur fast so, sondern wirklich den vorbildern sehr ähnlich, vom sound, dem songaufbau und teilweise auch von der umsetzung her.
ganz nach art der großmeister (L.B.D.A.) schwankt der sound hier innerhalb eines jeden songs zwischen allen genannten stilrichtungen, leichte ska dub sounds schwelgen dahin um urplötzlich einem gitarrenfeuerwerk oder einer refrain-attacke zu weichen und dann genauso unerwartet zu verstummen wie einzusetzten. diese vielzahl an tempiwechseln zeigt den aufwendigen stil der songs und macht dieses debut-album sehr vielseitig.
manchmal wünscht man sich beim hören der scheibe allerdings, daß die jungs noch etwas mehr eigenen soundcharakter entwickeln, daß liegt natürlich auch an den zahlreich vertretenen gastmusikern aus internationalen (long dub beach allstars, peanuts, days in grief) und nationalen bands, die jedoch gut in die cd integriert wurden.

bei einigen songs sind sogar deutsche texte zu hören, was am ehesten mit "seeed" zu vergleichen ist, bei diesen stücken entwickelt die band am meisten eigencharakter, klingt zwar gewöhnungsbedürftig aber gut und beim nächsten mal bitte noch mehr davon!
erstaunlich, welch hochkarätigen gäste die kölschen jungs für ihr debut ins studio locken konnten. hier liegt die vermutung nahe, daß es den guten kontakten von ska-veteran frank liesener zu verdanken ist, alle am album beteiligten personen unter einen hut zu bekommen und die ganze geschichte zu organisieren.
besagter frank liesener hatte seine ganze energie bereits in die arbeit mit seiner band "skunk" gesteckt und nun, nicht lange nach der auflösung dieser combo, scheint er sich für die "skunk allstars" noch weitaus mehr vorgenommen zu haben. daß die namentlich nun sehr ähnlich klingende nachfolgeband auch einen sehr ähnlich klingenden sound (wie skunk's "stronger than you") an den tag legt wundert wohl wenig ...
sommer sonne sonnenschein, käuflich in der plastikhülle, wer nicht auf das nächste album aus long beach warten will, sollte dieses kaufen!

anspieltips:
01 holy land
02 skin of a tear
03 step by step

(gesamtspielzeit: 13 songs, 52 minuten)

fazit: mit ihrem debut "bleeding hearts and smiling faces" spielen die skunk allstars direkt ganz oben mit in der deutschen ska-liga und brauchen vergleiche mit kollegen wie frau doktor und skaos nicht zu scheuen. puschende gute-laune-klänge mit viel potential !!