.vienna dc - analogue (columbia / sony / vö: 28. april 2003)




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viennadc.com


hilfe, bloss kein popstar werden... so lautet das motto der vienna dc, die quasi über nacht vom "chill out - nu jazz - deep house wiener-würstchen" (wie sie sich selbst bezeichnen) zum wiener elektro newcomer schlechthin wurden.

der erfolg des producer-duos gregor ugovsek und michael konrad, die sich auch gerne mal hinter den pseudonymen greg la motta und mickey moog oder manchmal auch nur mickey und "g"verstecken, stellte sich quasi über nacht ein... und das alles obwohl sie mit ihrer musik, die sie für sich selbst und ohne jeglichen zwang machen, weit abstand halten wollten von all dem was eine person zu einem "popstar" mutieren läßt , wie presse, interviews, fernsehauftritte und biographien ( gregor ugovsek könnte es nicht besser ausdrücken: "wir, die ein leben als „popstar“ so sehr anstreben wie ein gesunder das kranksein." ).

nun aber zur cd selbst:
nach beiträgen für die vienna scientists (wie z.b. "dope control") sowie zu den compilation-serien "vienna melange" und "coffeeshop" stellt "analogue" das debüt-album der beiden wiener freunde dar, die in den kaffehäusern der prater-stadt genauso gerne chillen wie in der wiener club-szene...

"analogue" das debüt-album von vienna dc chillt größtenteils instrumental und durchweg mit downbeat rhytmen, funk, soul, house sowie lounge-pop elementen vor sich hin. der einzigartige flair der "wiener schule" spiegelt sich in der musik von vienna dc zu jeder sekunde wieder. besonders hervorheben möchte ich das stück "elephant noir", das in zusammenarbeit mit ludwig hirsch entstanden ist. ludwig hirsch, fachmann des "dunklen" versteht es einmal mehr zu den beats der vienna dc mit einem hammer text zu überzeugen.

anspieltipps:
12 elephant noir feat. ludwig hirsch
(gesamtspielzeit: 76 minuten, 14 tracks)

fazit: die neuen der wiener elekto-musikszene können mit ihrem debüt durchaus überzeugen. ein neues genre ist zwar nicht geboren, doch "vienna dc" sind zwei durchaus talentierte künsler die noch hoffnung machen...    (nc)

gregor ugovsek: "was bleibt ist hoffnung. die hoffnung, daß vienna dc als „nieschenprodukt“ (wie uns die plattenfirma bezeichnet), nie dorthin interpretiert wird, wo vienna dc niemals war. in die niesche „elektro einheitsbrei“, dort wo es nur um verkäufe geht, die musik selbst nur noch instrument zum geldverdienen ist und sich diejenigen immer öfter an der musikbörse „vercompilieren“. und darüber wacht in wien die credibility polizei."

für freunde von kruder & dorfmeister, tosca, vienna scientists, ...