| .3 Doors Down "3 Doors Down" (Universal / VÖ: 16. Mai 2008) | |
Stil: Rock Format: CD Nach drei Jahren scheinbarer Windstille ist es nun da, das jüngste Album von 3 Doors Down. Man möchte meinen, dass es nach drei erfolgreichen Alben, sechs Nummer 1 Hits und unzähligen Konzerten irgendwann mal reicht. Zum einen, weil die Ideen erschöpft sind, zum anderen, weil man an die alten Hits nicht mehr anknüpfen kann. Pustekuchen! Die fünf Musiker aus Mississippi fügen ihrer Diskografie nach einer einjährigen Auszeit nun ein weiteres Album hinzu, das mal wieder mit rockigen Ohrwürmern geradezu gespickt ist. Es scheint zu stimmen: Aus der Ruhe kommt die Kraft. Nachdem sich die fünf, getreu dem Motto Back To The Roots, in ihre Heimatstadt Escatampa, Mississippi zurückgezogen hatten, wollten sie einfach mal wieder gemeinsam Zeit verbringen und in Ruhe Musik machen, so wie in alten Zeiten. Auch deshalb haben sie das Album nach dem Bandnamen benannt: „3 Doors Down“. Zur CD selbst: Die neue Platte ist wie die alte, nur besser. Insgesamt klingen die Jungs rockiger und standhafter, ihren Stil haben sie aber nicht verloren. Gleich der erste Song „Train“ verdeutlicht, auf welcher Schiene 3 Doors Down jetzt fahren. An der Stimme, aber auch an den instrumentellen Soli merkt man schnell, dass dieses Album mehr denn je aus Spaß und Hingabe entstanden ist. „Citizen/Soldier“ sticht heraus, sowohl durch den irgendwie exotisch klingenden Anfang als auch durch den Text, der weniger nachdenklich, als vielmehr knallhart klingt - und genauso schauen die Jungs auch auf dem Cover aus. Kein Wunder, das dieser Song als Werbung für die amerikanische National Garde geschrieben wurde, was bei der patriotischen Einstellung der Band nicht allzu merkwürdig ist. Zum Glück stellt sich der Song als Ausnahme heraus und schon „It’s Not My Time“, die erste Singleauskopplung in Deutschland, folgt wieder der gewohnten Linie. Dieser Song scheint für das zu stehen, was sich die fünf während ihrer Pause gedacht haben: „Cause It’s Not My time, I’m not going“ - Und jetzt sind sie ja schließlich wieder da, zum Glück. Neben den scheinbar für die Band bekannten und bewährten Gitarrenriffen, wie sie bei „It’s Not My Time“ und „Let Me Be Myself“ zu wieder hören sind, gibt es jetzt einige neue Melodien zu bestaunen. „Pages“ zum Beispiel macht klar, das sich bei 3 Doors Down nicht jedes Lied gleich anhört. Vertraut ist bei dieser Ballade dagegen der nachdenkliche, philosophische Text, für den sie bekannt ist. Nach dem fast schon kuschligen „Your Arms Feel Like Home“ entpuppt sich „Runaway“ als weiteres Highlight des Albums. Eine neue, geniale Melodie, kombiniert mit dem typischen Rock n‘ Roll Refrain und einem tollen Text ist für den Ohrwurm verantwortlich, den man schon nach kurzem Hören hat. Schlussendlich klingt das Album mit dem sanfteren „She Don’t Want The World“ angemessen aus und lässt auf das nächste Album hoffen. Eigentlich ist „3 Doors Down“ wie „Seventeen Days“, nur besser. 3 Doors Down haben ihren unverwechselbaren Stil beibehalten und mit den altbewährten Elementen neue Hits geschrieben, die ein erfolgreiches Album garantieren. Nur schade, dass es für gerade einmal 45 Minuten gereicht hat.
01. "Train" 02. "Citizen/Soldier" 10. "Runaway" 12. "She Don’t Want The World" (Gesamtspielzeit: 12 Songs, ca. 45 Minuten) Fazit: Aus alt mach neu - Wer “Seventeen Days” mochte, wird diese Platte lieben. 3 Doors Down sind genauso nachdenklich geblieben, dafür aber noch rockiger und irgendwie erwachsener geworden. Das Warten hat sich gelohnt! (JM) |
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