| .3rd Alley "After School Special" (Long Beach Records / VÖ: 01. Oktober 2006) | |
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Mit 3rd Alley hat es eine junge band aus den Staaten mit dem ersten Album bis nach Europa und in die Hände der Ozelot-Crew geschafft. Die Geschichte der Band ist ganz nett. Da lief die Freundin des Sängers und Songwriters durch die Stadt an den Long Beach Studios vorbei und schmiss kurzerhand eine 4-Track-Demo-CD in den Briefkasten. Greg Lowther fand die CD und seiner Tochter gefiel die Musik dann so gut, dass sich der Papa gleich beim Sänger Zack Walters meldete. Ende Oktober 2004 war der Anfang also gemacht. Tyson Parrish kam als Bassist hinzu, Zack spielte die Gitarre und Greg stieg noch als Drummer ein. Was machte nun die neue Band aus der Haimat von Sublime um bekannt zu werden? Sie spielten ihre Mischung aus Reggae und Rock auf über 100 Shows in den ganzen USA. Nach einiger Zeit im Studio wurde dann der erste Longplayer „After School Special“ aufgenommen. Mittlerweile gibt es eine eigene europäische Version des ersten Albums welches sich durch die drei Specialtracks vom US-Original unterscheidet. Zur CD selbst: Die Jungs sind mit der Musik von Sublime aufgewachsen wodurch natürlich der eigene Stil beeinflusst wird und so wird auch gleich beim ersten Song klar, dass die Jungs keine Eile haben. „After School Special“ kann man ganz pauschal mit gemütlich beschreiben. Keine Hektik sondern entspannte Lebensweise werden vermittelt, was in der heutigen Zeit selten genug aufzufinden ist. Das Intro „Theme Song“ klingt zuerst ein bisschen nach The White Stripes und geht dann über in gemütlichen, gitarrenlastigen Rock. Genauso geht es dann auch weiter, teilweise geht der Gesang in Sprechgesang über. Song drei „Grief“ beginnt dann mit einem dicken Reggaebeat. Der Gesang erinnert tatsächlich an Sublime und ebenso der musikalische Background. „New Years Disapointment“ ist eher düster während „Hoopla“ als Punkreggae druchgeht. Für die Bezeichnung Ska fehlen da aber noch die Trompeten und Saxer und so, schade eigentlich. „American Dream“ wird angenehm vom Bass eingeleitet, Sprechgesang ist wieder angesagt und der Refrain kommt als totaler Kontrast mit harten Gitarren und ein paar kurzen Schreien daher. Hauptsächlich bewegt diesen Song die eine Frage „How do you define the american dream?“ Dieser bereits beschriebene Wechsel zwischen Punk-Reggae und straightem Rock wird das ganze Album über durchgehalten und irgendwie ergibt sich dann dieser lässige, entspannte Stil. Zum überaus positiven Gesamteindruck kommt hinzu, dass die Instrumente in jedem Lied gut zur Geltung kommen. Bass und Gitarre bekommen oft genug Raum für Solos, Outros und Intros was Liebhabern von kurzen und guten Instrumentals in jedem Fall gefallen wird. Nicht genaug damit, dass sich dieses Album als erstes seiner Art von dieser Band schon sehr gut hören lässt, haben sich die Long Beach Jungs noch ein Special für die Bonustracks einfallen lassen: “Electrify Me“ wurde von The Plugz, „Ashes To Ashes“ von David Bowie und „Solitary man“ von Neil Diamond aufgenommen. The Plugs haben für eine schöne Briese Roots-Reggae mit viel Rhythm gesorgt und David Bowie hat ein wenig 80's Rock mit dem lässigen Punk der Band kombiniert. Ihr solltet wohl gemerkt haben, dass es sich hier um eine von vorne bis hinten wunderschbare CD handelt! Auf der MySpace-Seite von 3rd Alley könnt Ihr ins Album reinhören und einzelne Songs kostenlos und legal downloaden. Das solltet Ihr auch tun, wenn Ihr Musik, wie z.B. von Sublime mögt. 3rd Alley sind ausserdem zur Zeit auf Europatour, hier die Tourdates! Anspieltipps: 02. "I need sleep" 05. "Hoopla" 07. "American Dream" 12. "Sav-on Drugs" 17. "Electrify me" (Gesamtspielzeit: 19 Tracks, 53:33 Minuten) Fazit: Mir gefällt diese Scheibe ausgesprochen gut. Vor allem tuts gut, dass die Instrumente nicht im Gesang unter gehen, sondern jeder Musiker zeigen kann, was wer wie drauf hat. „After School Special“ ist aber tatsächlich eine relativ ruhige Platte, also nichts für hardcore Punks, hingegen ein Muss für Sublime-Fans oder zumindest jeden, der guten, entspannten Rock-Reggae mag! (Moe) |