|
|
Lang, lang ist es her, dass Andy Fairweather Low auf einem Soloalbum zu
hören war, um genau zu sein 26 Jahre. Was jetzt aber nicht bedeutet,
dass AFL in dieser Zeit der Musik abgeschworen hatte, nein, er war in
den letzten Jahren als Studio- und Bandmusiker für einige der wirklich
ganz Großen der Musikszene tätig, unter anderem für Roger
Waters oder Eric Clapton. Wer sich
jetzt denkt was interessiert mich dieser alte Sack hat evtl. Recht, aber
er kann ja mal seine Eltern oder Großeltern fragen ob sie sich noch
an Amen Corner erinnern und die werden ein
Grinsen aufsetzen sich freuen, dass die Jugend sich auch noch an der guten
alten Zeit erfreuen kann und sofort einen der größten Hits
der Band „If Paradise is half as nice“ anstimmen.
Sprich AFL ist fast so etwas wie Robbie Williams, einst ein gefeierter
Teenieheld und dann gelang ihm der Sprung in die anerkannte Musikerszene.
Zur CD selbst: Mit seinem neuen Album "Sweet
Soulful Music", auf dem man die Einflüsse seiner
letzten Jahre deutlich hört, beweisst er, dass er immer noch zu den
vielseitigsten Musikern aus UK gehört. Sein Werk „Sweet
Soulful Music“ lies er von Glyn Johns
produzieren und der hat ja schon ebenso lange Erfahrung, mit gutgemachter
Pop- und Rockmusik, wie AFL selbst (drehte er doch schon bei den Beatles
oder den Stones an den Reglern).
Der Rockabilly Oppener „one more Rocket“ erinnerte
mich ein wenig an Brian Setzer aber sonst ist das Album eher ruhig, gemächlich
und soulig dahingleitend, ganz ähnlich einer Scheibe von Clapton.
Sein Können im Umgang mit den Instrumenten stellt er für keinen
Augenblick in Frage ob Mandoline, Ukulele oder sein Gitarrenspiel, nichts
lässt darauf schließen, dass diesem Mann jemals die Virtuosität
ausgehen könnte. Allerdings stellt sich für mich die Frage,
wie auch schon bei diversen Clapton Alben ob das Album nach fünf
Songs nicht etwas mehr Abwechslung braucht, denn es wirkt ein wenig zu
ruhig, mit der Zeit.
Anspieltipps:
01 "One more Rocket"
04 "Ashes and Diamonds"
09 "Low Rider"
(Gesamtspielzeit: Songs, Minuten)
Fazit: Eine
sehr coole Platte, ein bisschen Clapton, ein wenig Neil Young. Ist ab
24. November im Laden zu haben. Die unter 30-jährigen wird diese
Platte zwar höchstwahrescheinlich nicht vom Hocker reissen aber die
können damit sicher ihren älteren Bekannten und Verwandten eine
Freude machen. (MC)
|