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Stil: Electro-Pop,
Indie, New Wave Pop, Electro-Disco
Format: CD
Im August brachte Anne Lilia Berge-Strand besser bekannt als ANNIE
ihr Debüt-Album "Anniemal" heraus. Jetzt - knapp
zwei Monate später - wird dem norwegischen Mädchen von nebenan
bereits die Ehre zu Teil, sich in die legendäre DJ Kicks-Serie einzureihen,
mit der sich bereits Größen wie Kruder & Dorfmeister, Kid
Loco oder Rocker's Hi-Fi verewigt haben.
Musikredakteure, Electro-Fans, DJs und Szenekenner haben schon längst
einen Narren an der hübschen, skandinavischen Blondine gefressen.
Warum zeigt sich spätestens nach dem ersten Reinhören in ihren
ganz eigenen Mix auf der neuen DJ-Kicks. Hier mixt das Popsternchen aus
17 Tracks einen hochprozentigen, energiegeladenen Cocktail der unterschiedlichsten
Musikstile, bei dem es einem schwer fallen dürfte, nicht ins Grooven
zu kommen. Zwar hat Annie bei der Auswahl der aufeinanderfolgenden Stücke
keinen Perfektionismus ausgeübt, aber der Flow ist vorhanden!
Den Anfang macht das an eine Spielshow oder an ein Kinderlied erinnernde
Stück "Pushing Mover" von
Toy Rabbit, das mit seinem enormen Gute Laune-Vibe gleich zu
Beginn große Lust auf das komplette Album macht. Besonders niedlich
kommt auch der zu Beginn des zweiten Tracks inszenierte Telefonanruf,
wo sich Annie irgendwie süss selbst vorstellt und voller Stolz darauf
hinweist: "...and this is my DJ-Kicks".
Danach geht es mit dem sonderbaren "I Wanna
Be Your Lover" von La Bionda fröhlich weiter,
bevor Alan Vegas mit seinem vor Ironie strotzendem "Jukebox
Babe" zum fröhlichen Hüftschwung auffordert... "Nanny
Nanny Boo Boo" von Le Tigre ist nicht gross erwähnenswert.
Mit "Black History Month" von
Death From Above 1979 folgt eine rockige Nummer, die zunächst
den Anschein erweckt, hier völlig fehl am Platz zu sein, doch spätestens
wenn der Refrain einsetzt, kann man die Auswahl des Songs doch noch nachvollziehen,
Electro und Pop Klänge übernehmen die Oberhand und verdrängen
den Underground Rock. Die beiden Songs von Annie selbst "Wedding"
(mit Röyksopp) und "Gimme Your
Money" überzeugen in erster Linie mit lasziven Sprechgesang
und Discosounds. Der hymnenartige Song "I
Want Candy" erinnert an längst vergangene Zeiten und
spätestens bei dem Old-School Klassiker "Sally
- That Girl" von der Gucci Crew kommt man zu der Erkenntnis,
dass Annie auf ihrer neuen CD neben aktuellen Stücken auch Songs
eingereiht hat, die man schon lange als "tot gehört" vermutet
hat. Sehr mutig!
Dennoch bleibt abzuwarten wie diese DJ-Kicks bei den Fans der Serie ankommt,
da sich Annie's Werk definitiv nicht an die bisher von electronischer
Musik dominierten Scheiben anreiht.
Unter folgendem Link kann man übrigens die E-Card
zur neuen DJ-Kicks verschicken oder sich ein Video-Interview
mit Miss Berge-Strand anschauen: www.k7.com/annie
Anspieltipps:
01. Toy Rabbit - "Pushing Mover"
02. La Bionda - "I Wanna Be Your Lover"
03. Alan Vega - "Jukebox Babe"
04. Le Tigre - "Nanny Nanny Boo Boo"
08. Death From Above 1979 - "Black History Month"
12. Annie - "Gimme Your Money"
13. Bow Wow Wow - "I Want Candy"
15. Gucci Crew II - "Sally That Girl"
(Gesamtspielzeit: 17 Tracks, ca. 60 Minuten)
Fazit: Eine Hammerscheibe,
die uns die sexy Blondine aus Skandinavien hier auftischt!!! Groovige
Stilmischung aus Electro-Pop, Indie, New Wave Pop und dreckigem Electro-Disco.
(nac)
Für Fans von: Röyksopp,
Kid Loco, Groove Armada
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