.Anti-Flag "The Bright Lights Of Amercia" (Red Ink / Sony BMG / VÖ: 28. März 2008)

Stil: Polit-Punkrock
Format: CD

Es ist mal wieder so weit. Anti-Flag, die weltberühmten Politpunks aus den USA haben ihr neustes Album The Bright Lights of America veröffentlicht. Die vier Musiker Justin Sane (Guitar & Vocals), Chris #2 (Bass & Vocals), Chris Head (Guitar) und Pat Thetic (Drums) haben es mal wieder geschafft ihre Fans mit dem Album zu begeistern. Obwohl es danach erst gar nicht
aussah, denn Gerüchte machten die Runde, dass die Band wegen des neuen Majorlabels nun viel poppigere Töne anschlagen könnte, es kam zum Glück anders. Der Sound ist bekannt treibend, die Texte gewohnt lyrisch und die Message bleibt deutlich: Die politische Elite bringt den Untergang.


Zur CD selbst:
So kann "The Bright Lights of America" im Gegensatz zu den letzten Alben nicht nur als musikalischer Angriff auf die Bush-Regierung, sondern auf die gesamte Weltpolitik gesehen werden. Natürlich bemühen sich die 4 Punks auch den US Wahlkampf aufzumischen. Musikalisch ist zwischen dem Vorgänger "For Blood and Empire" und der neuen Platte kaum ein Unterschied zu hören. Immer noch im Mittelpunkt stehen die Hymnenartigen Gesangsparts in fast jedem Song. Obwohl die Musik um viele dezente Hintergrundspielereien erweitert wurde, bleibt der authentische Punk mit simplen Akkorden und maximal aggressiven Gesang erhalten. Die 12 Songs, produziert von Tony Visconti sind deutlich länger als wir es von den Vorgängeralben gewohnt sind. Prinzipiell bietet The Bright Lights Of America keine wirklichen Ausreißer-Songs, alles im bekannten Format, prügelnde Beats, Hymnengesang und sehr gut entwickelte Texte in denen auch der Einfluss des Produzenten hörbar ist. Als Überraschung gibt's am Ende noch einen Hidden Track im Country-Stil. Jeder Anti-Flag Fan wird das neue Album ebenso mögen wie die letzten auch. Die kleinen Entwicklungen im Backingsound und Songwriting fallen höchstens positiv auf.


Anspieltipps:
Alle Songs
(Gesamtspielzeit: 13 Songs, 49 Minuten)

Fazit: Die Platte steht ihren Vorgängern in nichts nach, ist eher noch erwachsener und mit mehr Liebe zum Detail produziert und eingespielt. Das neuste Werk gefällt mir ebenso gut wie die älteren Anti-Flag Platten und ist ein Muss für jeden wirklichen Fan! (moe)