| .aphrodite - aftershock | |
alle junglists und drum and base fans werden diese scheibe sehnsüchtig erwartet haben: das zweite album von aphrodite (bügerlicher name: gavin king) der fortan nur noch dj aphro genannt werden möchte. der drum & bass spezialist dessen vorliebe für guest-mcs und coproductionen aller art bekannt ist, hat es mal wieder geschafft die richtige mischung an den tag zu legen: feinste old-school-bässe, stets das richtige tempo, eine prise neuer sounds wie indische vibes, kommerz-samples und verspielte weirdo-bases und am mic dicke gäste. so ungefähr dürfe das kochrezept für dj aphros scheibe lauten, was ja auch schon beim vorgänger ähnlich war. vom flugzeug-intro, in dem man freundlich erklärt bekommt wo die notausgänge sind und dem darauffolgenden eher einfallslos/monotonen track sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn danach geht's vorwärts! in "put a cut on it " ist rah digga am mic, der hier schon leicht den hiphop-einfluß des albums einläutet. das nächste intro und der darauffolgende track "all over me" mit reggae altmeister barrington levy bilden das absolute highlight. danach ist erstmal zeit für klangexperimente und strange bässe, was aber keinesfalls abwertend gemeint sein soll. damit der sound schneller ins ohr geht, bedient sich dj aphro gerne einiger kurzer kommerz-samples, so auch in "ganja man" mit lauryn hill's "erything is erverything". für die einen zu kommerz, für die anderen der hammer, jedenfalls allemal clubtauglich. auf "hoochie" ist mary j. blige's piano aus "I love U" zu hören und weitere gäste wie schooly d, wildflower, deadly hunta, miss bounty und andere veredeln die restlichen tracks. belibt festzuhalten, die vielseitigkeit macht dieses album kurzweilig. die richtige wahl der samples und gastmusiker gepaart mit dj ahpros genialem jungle-soundverständnis machen diese platte besser als seine vorherige. anspieltips: 04. interlude 05. all over me 09. ganja man 11. hoochie (gesamtspielzeit: 75 minuten / 18 tracks) fazit: feinster jump-up-jungle, zwischen hiphop, dub und reggae einflüssen schwankend - absolut tanz & partytauglich! erinnert an längst verloren gegangene old-school-lieblings-tapes, die jeden junglist auf fahrten nach mannheim & ludwigshafen früher begleitet haben. (Dr.Öge) |
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