.Bad Astronaut "Acrophobe" (Honest Don's / VÖ: 05.Februar 2001)




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badastronaut.com


Bad Astronaut ist das Side-Projekt von ex-Lagwagon-Drummer Derrick Plourde, der hier zusammen mit Joey Cape (Lagwagon), Marko 72 (Swingin Utters, Sugacult, Nerf Herder), Angous Cooke (Orange Whip Studios) und einigen anderen, eine so talentierte Band aufgestellt hat, dass eher von einem All Star Team als einem Side-Projekt reden sollte.
Doch Vorsicht ist geboten, die Herrkunft der Astronauten hat mit Ihrem hier zu hörenden Sound nicht viel gemein. Soll heißen, dass es sich hier NICHT um schnellen Pnukrock sondern vielmehr um melodiösen, vocal orientierten und melancholisch angehauchten Rock handelt, deutlich softer und nachdenklicher als man es beispielsweise von Lagwagon gewohnt ist.

Nach Ihrem Debut "Houston: we have a drinking problem" legen die Astronauten mit "Acrophobe" ein noch besseres Album bzw. eine EP nach, welche von den Melodien über die Vocals und Instrumentals bis zum Songwriting voll und ganz überzeugen kann.
Joey Cape's Stimme kommt hier besser zu Geltung als je zuvor, weder bei Lagwagon noch bei Me First And The Gimme Gimmes konnte Joey seine gesangliche Qualitäten voll ausspielen. Jeder einzelne Song ist wirklich schön anzuhören, vom eingängigen "Greg's estate" über das Hooters Cover "500 Miles" bis hin zu "Needle in the hay" und "Unlucky Stuntman". Eine Platte die ich Euch wirklich ans Herz legen kann, vor allem dann, wenn Ihr keine Abneigung gegen Bands wie Radiohead, den Smashing Pumpkins oder Soundgarden habt und Euch für melancholischen Rock oder den längst ausgestorbenen Grunge begeistern könnt.
Vor kurzem ist Derrick Plourde sehr überraschend gestorben, was vermutlich das Ende einer einzigartigen Band bedeutet. Kurz nach seinem Tod haben seine Freunde und ehemaligen Bandkollegen von Lagwagon ihm ihr neues Album ("Resolve") gewidmet, auf dem sich auch ein Song über Derrick findet namens "Sad Astronaut". Sehr traurig diese ganze Sache,Bad Astronaut was auch am Sound der aktuellen Lagwagon Platte nicht vorbeigegangen ist.

Anspieltipps:
01 - "Greg's Estate
02 - "Anecdote"
05 - "500 Miles"
06 - "Needle In The Hay"
(Gesamtspielzeit: 10 Songs, ca.32 Minuten)

Fazit: Wunderschöner Rock mit der Stimme von Lagwagon-Frontmann Joey Cape, der ein wenig an den den guten alten Seattle Grunge erinnert und trotzdem oder gerade deshalb voll und ganz überzeugen kann. Songwriting vom allerfeinsten, abwechslungsreich mit einem Hauch Melancholie - sehr empfehlenswert! (dr.öge)

Für Fans von: Radiohead, Smashing Punpkins, Lagwagon, Joey Cape & Toni Sly