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Bad Astronaut ist das Side-Projekt von ex-Lagwagon-Drummer Derrick Plourde,
der hier zusammen mit Joey Cape (Lagwagon), Marko 72 (Swingin
Utters, Sugacult, Nerf Herder), Angous Cooke (Orange Whip Studios)
und einigen anderen, eine so talentierte Band aufgestellt hat, dass eher
von einem All Star Team als einem Side-Projekt reden sollte.
Doch Vorsicht ist geboten, die Herrkunft der Astronauten hat mit Ihrem
hier zu hörenden Sound nicht viel gemein. Soll heißen, dass
es sich hier NICHT um schnellen Pnukrock sondern vielmehr um melodiösen,
vocal orientierten und melancholisch angehauchten Rock handelt, deutlich
softer und nachdenklicher als man es beispielsweise von Lagwagon gewohnt
ist.
Nach Ihrem Debut "Houston: we have a drinking problem"
legen die Astronauten mit "Acrophobe"
ein noch besseres Album bzw. eine EP nach, welche von den Melodien über
die Vocals und Instrumentals bis zum Songwriting voll und ganz überzeugen
kann.
Joey Cape's Stimme kommt hier besser zu Geltung als je zuvor, weder bei
Lagwagon noch bei Me
First And The Gimme Gimmes konnte Joey seine gesangliche Qualitäten
voll ausspielen. Jeder einzelne Song ist wirklich schön anzuhören,
vom eingängigen "Greg's estate" über das
Hooters Cover "500 Miles" bis hin zu "Needle
in the hay" und "Unlucky Stuntman". Eine
Platte die ich Euch wirklich ans Herz legen kann, vor allem dann, wenn
Ihr keine Abneigung gegen Bands wie Radiohead, den Smashing Pumpkins oder
Soundgarden habt und Euch für melancholischen Rock oder den längst
ausgestorbenen Grunge begeistern könnt.
Vor kurzem ist Derrick Plourde sehr überraschend gestorben, was vermutlich
das Ende einer einzigartigen Band bedeutet. Kurz nach seinem Tod haben
seine Freunde und ehemaligen Bandkollegen von Lagwagon ihm ihr neues Album
("Resolve") gewidmet,
auf dem sich auch ein Song über Derrick findet namens "Sad
Astronaut". Sehr traurig diese ganze Sache,
was auch am Sound der aktuellen Lagwagon Platte nicht vorbeigegangen ist.
Anspieltipps:
01 - "Greg's Estate
02 - "Anecdote"
05 - "500 Miles"
06 - "Needle In The Hay"
(Gesamtspielzeit: 10 Songs, ca.32 Minuten)
Fazit: Wunderschöner Rock mit
der Stimme von Lagwagon-Frontmann Joey Cape, der ein wenig an den den
guten alten Seattle Grunge erinnert und trotzdem oder gerade deshalb voll
und ganz überzeugen kann. Songwriting vom allerfeinsten, abwechslungsreich
mit einem Hauch Melancholie - sehr empfehlenswert! (dr.öge)
Für Fans von: Radiohead, Smashing
Punpkins, Lagwagon, Joey Cape & Toni Sly
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