.Berlin BOOM Orchestra "Kaboom" (MKZWO / Township / RTD / VÖ: 11. Juli 2008)

Stil: Ska, Reggae, Polka, Balkanbeat
Format: CD

Das Berlin Boom Orchestra, ehemals Skaquadrat bzw. Jack Sparrow's Revenge, hat kürzlich sein erstes, neustes und bestes Debutalbum "KABOOM" auf den Markt gebracht. Die junge, zehnköpfige Band spielt seit eineinhalb Jahren bei jeder Gelegenheit in Berlin und Umkreis zur Freude der mittlerweile großen Fangemeinde. Unter anderem stand die Band auch schon als Vorband für Größen wie Baby Love & The Van Dangos, The Skatalites oder The Toasters auf der Bühne! Mit dabei sind: Anne (Posaune), Antonie (Orgel), Bruno (Percussion, Vocals), Flo (Gitarre), Fred (Trompete), Louis (Drums), Moe (Gitarre), Moritz (Tenor-Sax), Nils (Bass) und Filou als Sänger. Die Berliner Crew spielt feinsten Ska, natürlich auch ordentlich Reggae und einiges an Balkanbeateinflüssen (mehr davon!) kombiniert mit deutschen Texten. Schon klar, die Mischung ist jetzt nicht so richtig innovativ. Die Umsetzung auf der Bühne ist dafür erste Sahne: Immer stilvoll gekleidet bieten die 10 Musiker maximale Energie, viel Spaß an der Musik und schöne Soli. Dann sind da noch die völlig tanzverrückten Fans und jedes Konzert wird zu einem unvergesslichen Erlebnis. Mit politischen Texten, einzelnen Geigenparts des Sängers, seiner markanten Stimme und den musikalischen Fähigkeiten jedes Einzelnen schafft es die Crew jeden Zuhörer auf Anhieb mitzureißen.

Zur CD selbst:
Genau das gelingt der Band auch auf CD. Tanzbar, fröhlich und trotzdem gesellschaftskritisch verleiten die 11 Songs den stolzen Besitzer eben dieser CD häufig genug das Wohnzimmer, Bett oder Bad zur Partyzone umzufunktionieren um einfach nur zu tanzen.
Mit dem ersten Song "Ein Hallo geht raus" startet das BBO sein Debutalbum und ruft die Fans gleich einmal zur Rebellion auf ("Gibt kein Grund dein Maul zu halten wenn die breite Masse schweigt"). Mit starkem Trompetensound beginnt "Antoine?", wird um ein schickes Saxophonsolo ergänzt und dreht sich thematisch um dieses bestimmte Gefühl kurz vorm verlieben. Mit "Ludovico" an fünfter Stelle schleichen sich die ersten Balkanbeats auf die CD und werden von einer ganzen Menge Soli, von Posaune über Geige und Trompete bis zum Keyboard, bereichert. "Jericho Rock" beginnt als ruhiger Reggaetrack, wird unterwegs auch kaum schneller und erzählt von einem bekannten Phänomen: Bescheuerte Tagen, schlechte Laune und keine Lust auf gar nichts. "Fanfare Boom" ist wieder angereichert mit Balkanbeats und lebt wiederum von vielen Soli. Erstaunlicher Weise haben sich bei diesem neunten Song auch ein paar elektronische Einflüsse (aber nur sehr wenige) eingefunden um ein Posaunensolo zu ergänzen was sich echt gut anhört. Als vorletzten Song gibt es "Calamity Ska" auf die Ohren. Wieder etwas schneller, amüsante aber bissige Texte und einfach gut wie fast alle Werke des BBO. Der letzte Track nennt sich "Winter in Berlin". Da müsste ja jedem klar sein, worum es in diesem Song geht, nicht wahr!?

Anspieltipps:
01. "Ein Hallo geht raus"
02. "Freu dich bloß nicht zu früh"
03. "Antoine?"
04. "Ein Grinsen"
05. "Ludovico"
06. "Meine große Gabe"
07. "Jericho Rock"
08. "Achtung, Achtung!"
09. "Fanfare Boom"
10. "Calamity Ska"
11. "Winter in Berlin
 "
(Gesamtspielzeit: 11 Tracks, ca. 47 Minuten)

Fazit: Die Platte ist richtig gut und die Band bietet live eine unglaubliche Show. Jeder der einmal auf einem Konzert des Berlin Boom Orchestra`s war weiß wovon ich rede. Überzeugt euch selbst: Geht auf die Konzerte und zieht euch das Debutalbum "Kaboom" rein!! (Moe)

Für Fans von: Russkaja, Streetlight Manifesto, Irie Révoltés, The Toasters