|
|
Wenn man "reinen Tisch machen" will benutzt man
im Blues ab und zu die Redensart "Dust
my broom" - gleichzeitig setzt man aber auch einen neuen
Anfang damit!
Einen neuen Anfang haben die Produzenten (Peter Heider und Florian Seyberth)
von Boozoo Bajou auch gesetzt nachdem sie bereits 2001 auf ihrem Album
"Satta"
zu überzeugen wussten und die Welt mit zeitloser, großer Musik
begeisterten.
Auf ihrem neuen Album zeigen die Jungs wieder einmal wie entspannt und
zurückgelehnt aber auch fortschrittlich Dub-Sound klingen kann. soll
bedeuten, dass sich Boozoo Bajou deutlich weiterentwickelt haben ohne
die guten Seiten des letzten Albums zu vergessen.
Dabei ist Dub nicht gleich Dub - mit dem Begriff Dub wie er hinlänglich
aus der Reggae Szene bekannt ist hat der Dub von Boozoo Bajou nur noch
gemeinsam, dass die Musik zerlegt und neu arrangiert wird, dabei beschränken
sich die Jungs aber nicht nur auf Reggae, nein - sie erledigen dass Ganze
mit so ziemlich jeder Musikrichtung die es gibt und so finden sich auf
dem Album auch Einflüsse von Soul, (Rhythm n') Blues, Folk und Jazz.
Natürlich gewohnt lässig entspannt aber diesmal auch mit weitaus
mehr Vocals als noch beim ersten Album. Selbst wenn man aber nur die Gastmusiker
auf der Tracklist sieht wird einem klar, dass man hier etwas ganz Besonderes
zu erwarten hat.
Gleich beim ersten Song "keep going" spricht Tony Joe
White, eine Country Legende aus den 60zigern, die Lyrics über die
Beats und so geht's dann auch weiter bei "take it slow"
mit U-Brown der locker lässig über die Beats flowt, ebenso wie
er es auch schon beim "King Tubby's Hometown Hi-Fi"
Soundsystem getan hat.
Neben grandiosen Tempiwechseln bietet diese Platte die Garantie sich zu
entspannen und das mit ganz vielen Gastsängern - was ich wiederum
etwas irritierend fand denn zumeist sind es doch meistens Frauenstimmen
die einen sicher entspannen - doch hier fügen sich hier die Vocals
von Ben Weaver, Wayne Martin oder auch Willie Hutch perfekt ein. Was jetzt
nicht bedeutet dass man auf den Sound nicht tanzen könnte! Selbst
für den Dancefloor ist auf der Scheibe etwas dabei, mein Tip dafür
"Killer" und wenn ein Songname Programm ist und sicher
ein Insider-Hit im Sommer werden wird - dann der, mit seinen Jazz-Beats,
Ragga-Gesang von MC Top Cat und seinem Calypso Piano muss man einfach
den Popo wackeln lassen!
Unter www.k7.com/boozoobajou
findet ihr alle songs zum reinhören, sowie den Knüller-Track
"killer" kostenlos zum Download, ausserdem könnt ihr da
auch eine e-card von "dust my broom" verschicken und
euch ein Interview reinziehen.
Anspieltipps:
01 - keep going
03 - killer
10 - treat me
(gesamtspielzeit: 11 songs, ca.49 minuten)
Fazit:
Ein rundum gelungenes Album mit frischen Sounds - die eine Menge Leute
begeistern werden, da sich einfach super viele Einflüsse in der Musik
wieder finden! Ich kann echt nur hoffen dass sich die Jungs nicht wieder
vier Jahre Zeit lassen um ihr nächstes Album zu veröffentlichen!
(martin)
|