.Boozoo Bajou "dust my broom" (K7! / vö: 22.august 2005)




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Wenn man "reinen Tisch machen" will benutzt man im Blues ab und zu die Redensart "Dust my broom" - gleichzeitig setzt man aber auch einen neuen Anfang damit!

Einen neuen Anfang haben die Produzenten (Peter Heider und Florian Seyberth) von Boozoo Bajou auch gesetzt nachdem sie bereits 2001 auf ihrem Album "Satta" zu überzeugen wussten und die Welt mit zeitloser, großer Musik begeisterten.

Auf ihrem neuen Album zeigen die Jungs wieder einmal wie entspannt und zurückgelehnt aber auch fortschrittlich Dub-Sound klingen kann. soll bedeuten, dass sich Boozoo Bajou deutlich weiterentwickelt haben ohne die guten Seiten des letzten Albums zu vergessen.
Dabei ist Dub nicht gleich Dub - mit dem Begriff Dub wie er hinlänglich aus der Reggae Szene bekannt ist hat der Dub von Boozoo Bajou nur noch gemeinsam, dass die Musik zerlegt und neu arrangiert wird, dabei beschränken sich die Jungs aber nicht nur auf Reggae, nein - sie erledigen dass Ganze mit so ziemlich jeder Musikrichtung die es gibt und so finden sich auf dem Album auch Einflüsse von Soul, (Rhythm n') Blues, Folk und Jazz.
Natürlich gewohnt lässig entspannt aber diesmal auch mit weitaus mehr Vocals als noch beim ersten Album. Selbst wenn man aber nur die Gastmusiker auf der Tracklist sieht wird einem klar, dass man hier etwas ganz Besonderes zu erwarten hat.

Gleich beim ersten Song "keep going" spricht Tony Joe White, eine Country Legende aus den 60zigern, die Lyrics über die Beats und so geht's dann auch weiter bei "take it slow" mit U-Brown der locker lässig über die Beats flowt, ebenso wie er es auch schon beim "King Tubby's Hometown Hi-Fi" Soundsystem getan hat.
Neben grandiosen Tempiwechseln bietet diese Platte die Garantie sich zu entspannen und das mit ganz vielen Gastsängern - was ich wiederum etwas irritierend fand denn zumeist sind es doch meistens Frauenstimmen die einen sicher entspannen - doch hier fügen sich hier die Vocals von Ben Weaver, Wayne Martin oder auch Willie Hutch perfekt ein. Was jetzt nicht bedeutet dass man auf den Sound nicht tanzen könnte! Selbst für den Dancefloor ist auf der Scheibe etwas dabei, mein Tip dafür "Killer" und wenn ein Songname Programm ist und sicher ein Insider-Hit im Sommer werden wird - dann der, mit seinen Jazz-Beats, Ragga-Gesang von MC Top Cat und seinem Calypso Piano muss man einfach den Popo wackeln lassen!

Unter www.k7.com/boozoobajou findet ihr alle songs zum reinhören, sowie den Knüller-Track "killer" kostenlos zum Download, ausserdem könnt ihr da auch eine e-card von "dust my broom" verschicken und euch ein Interview reinziehen.

Anspieltipps:
01 - keep going
03 - killer
10 - treat me
(gesamtspielzeit: 11 songs, ca.49 minuten)

Fazit: Ein rundum gelungenes Album mit frischen Sounds - die eine Menge Leute begeistern werden, da sich einfach super viele Einflüsse in der Musik wieder finden! Ich kann echt nur hoffen dass sich die Jungs nicht wieder vier Jahre Zeit lassen um ihr nächstes Album zu veröffentlichen! (martin)