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Boy Sets Fire verschwanden vor 2 Jahren von der musikalischen Bildfläche
und standen so nah am Abgrund, dass einzelne Bandmembers schon das Handtuch
schmeißen wollten. Die Unstimmigkeiten in der Band und Probleme
mit der Plattenfirma ließen die Band zweifeln, ob es überhaupt
weitergehen wird.
Doch anstatt aufzuhören hat sich die ganze Crew an einer neuen Platte
zu schaffen gemacht, die es in sich hat. Boy Sets Fire hatten den Tiefpunkt
erreicht und sind wieder aufgestanden. Die Band hat sich mit The Misery
Index selbst aus der Scheiße gezogen und räumt mit der eigenen
Vergangenheit und den kommerziellen Erwartungen auf. Jeder der Boy Sets
Fire kennt wird die Veränderung bemerken, die Band hat sich entwickelt,
hat aus der Krise neue Kraft gezogen und überzeugt mit einem abwechslungsreichen
Sound. Hier wird deutlich was die Band durchgemacht hat!
In "The Misery Index:
Notes From The Plague Years" wird mit 13 Songs eine einmalige
Vielseitigkeit von Rockparts, Metall, Hardcoreriffs und Punk präsentiert,
die über Allem steht was sich die Gesellschaft wünscht.
In den Songs werden nicht mehr nur politische Missstände angeprangert,
sondern auch Ausschnitte aus dem privaten Leben der Band gezeigt. Diese
Mischung ermöglicht die Band zu Verstehen und steht dabei der bekannten
politischen Bissigkeit in Nichts nach. Beeindruckende Wechsel zwischen
Melancholie und mitreißendem Hardcore machen jedes einzelene Lied
zu einem neuen Erlebnis das in keine Schublade passt. Viele der Songs
beginnen mit einer Ruhe die zum Entspannen einläd um sich dann zu
einem Hardcore-Feuerwerk zu entwickeln, aber auch an reinen Metall- und
Hardcoresongs, die mitreißen und rocken fehlt es nicht, eben eine
Vielseitigkeit die überzeugt.
Als wirklich außergewöhnlich muss man die Intros gegen Ende
der Platte bezeichnen. Sie leiten in einmaliger Weise über zum Song,
bilden aber einen heftigen Kontrast zum eigentlichen Stil der Platte.
In jedem Fall hoch interessant wenn auch außergewöhnlich.
Seit dem ich die CD das erste mal gehört hab läuft bei mir kaum
was Anderes. Kenne nur wenig bessere musikalische Mischungen auch wenn
so manche Intros für Verwunderung sorgen. Reißt mit, läd
ein zum träumen, versetzt einfach in jede denkbar positive Gefühlslage!
Anspieltipps:
01 "Walk Astray" (leitet die CD unglaublich gut ein)
03 "Final Communique" (Zeigt die wahre Seele des Hardcore)
08 "So Long..." (einmaliges Intro/sehr guter Metal)
10 "Deja Coup" (einmaliges Intro/schön punkig)
(Gesamtspielzeit: 13 Tracks, ca.48 Minuten)
Fazit: Alles in allem präsentieren
Boy Sets Fire mit "The Misery Index..." ein Werk, in
dem tiefgründige Lyrics und anspruchsvolle Musik ein einmaliges Hörelebnis
hervorrufen. Sie haben aus der Not mit Sicherheit das Beste gemacht nachdem
es fast schon vorbei war, nämlich ein tolles Album! (MOE)

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