.The Creetins "The City Screams My Name" (Roadrunner / Warner / VÖ: 02. März 2007)

Stil: Rock / Punk
Format: CD

The Creetins kommen aus Kiel und machen bereits seit 10 Jahren gemeinsam Musik aus der Pop-Punk-Ecke. Ausschlaggebend für die Gründung der Band war das Treffen von Gitarrist Frederick mit AC/DC im Jahre 1996. Nur einen Tag später waren The Creetins geboren und mussten sich in 10 Jahren nur von einem Member, nämlich Hendrik verabschieden. Neu hinzu kam daraufhin Stefan am Bass. Als musikalische Vorbilder nennen die 3 Mittzwanziger Berühmtheiten wie die Misfits oder auch die Ramones. Nach dem großen Erfolg ihres Debutalbums war die Band fast ständig auf Tour. Die Kieler Jungs standen schon mit den Beatsteaks, No Use For A Name und Me First And The Gimme Gimmes auf der Bühne.

Zur CD selbst: Ihr neustes, mittlerweile drittes Album hört auf den Namen „The City Screams My Name“ und kommt als gelungene Pop-Punk Scheibe daher, wobei es aber auch durchaus harte Gitarren- und Drum-Parts auf die Ohren gibt. Mit den Erfolgsproduzenten Andi Jung und Archi Alert (The Movement/Terrorgruppe) wurde The Creetins die Chance gegeben, sich ein wenig von dem altbekannten Sound zu ordentlichem Punkrock weiter zu entwickeln. Das Album bietet aber auch einiges an Abwechslung: So sind neben Stücken zum mitgrölen wie „The Spirit Is Willing“ oder „The Kids (Outta Time)“ auch richtige Punksongs mit „Never-Ending Vertigo“ und „Where Did Our Hate Go“ vertreten. Natürlich sind auch wieder die Pop-lastigen Tracks mit von der Partie, bestes Beispiel hierfür ist „Electric Boy“. The Creetins haben eine Platte eingespielt, die sich super zum Skaten oder live auf großen Punk-Festivals (siehe Move Against G8) hören lässt. Auf hohem Niveau präsentiert sich die Band als Pop-Punk-Gruppe mit Hang zu schnellen Punk-Rhythmen und teils aggressiver Stimme ("Remain A Stranger"). Die Musik animiert zum tanzen und abgehen, ist aber logischer Weise völlig ungeeignet zum ausspannen und bedient sich keiner pubertären Klischee-Pop-Punker.


Anspieltipps:
03. "Never-Ending Vertigo"
11. "Remain A Stranger"
(Gesamtspielzeit: 13 Tracks, 40:35 Minuten)

Fazit: Die Grölnummern hätten nicht sein müssen, wobei der Pop ausreichend in den Hintergrund gedrängt wird um Platz zu machen für niveauvollen Punk. Die Live-Qualitäten der Creetins sind mir beim Move Against G8 Festival ebenfalls positiv aufgefallen. Endlich gibt es wieder deutschen Punk, der nicht in Richtung Hardcore oder Pop ausartet! (Moe)

Für Fans von: Beatsteaks, Gods Of Blitz, Donots, etc.