.Dani Siciliano "Slappers" (!K7 / Rough Trade / VÖ: 01. September 2006)




REINHÖREN

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Style: House, Disco, Pop, Soul, Electro

Nach Dani Sicilianos erfolgreichem erstem Solo-Album „Likes“ (2004) veröffentlicht die in London lebende, gebürtige Amerikanerin nun den von vielen längst herbei gesehnten zweiten, eigenen Longplayer.
Den meisten ist Dani mehr als fabelhafte Stimme und unterstützende Ehefrau von Matthew Herbert und weniger als eigenständige Sängerin, Producerin, Songschreiberin und DJ ein Begriff. Kein Wunder, schließlich war und ist es Dani’s einzigartige Stimme, die allen seit 1998 erschienen Herbert-Alben und ganz besonders dem im Mai erschienenen Album „Scale“ die extra Portion Originellität und Leidenschaft mit auf den Weg gab.

Auf „Slappers“ hat sich das Blatt gewendet und Dani erhält als Gegenzug Unterstützung vom Gatten, der das Album gemeinsam mit Dani produzierte. Mit dem Song „Be My Producer“ spielt die Amerikanerin ironischerweise mit der Vorstellung, eine Sängerin brauche einen Producer, obwohl das Stück ganz und gar Dani zuzuschreiben ist.

Bereits mit dem Albumgleichnamigen Opener „Slappers“ ist der in London lebenden Elektrokünstlerin ein origineller Geniestreich gelungen: als Beatgerüst dienten die Geräusche, die entstehen, wenn Handflächen auf Hintern schlagen und als Instrumental-Samples einige Töne, die während eines kleinen Treffens mit Freuden in Dani’s Küche aufgenommen wurden…
Mit „Didn’t Anybody Tell You“ folgt eine knappe Funk-Nummer, dessen Refrain zu überzeugen weiß. „They Can Wait“ ist eine soulige Elektronummer, dessen Percussionsound aus „True Love Waits“-Ringen besteht, mit denen amerikanische Highschool-Schüler ihr Keuschheitsgelübde nach außen tragen und sich öffentlich dazu verpflichten auf vorehelichen Sex zu verzichten (so wie Ex-Pop-Prinzesschen Britney Spears, haha).
Der hinterfragende, digitale Country-Song „Why Can’t I Make You High” ist in Zusammenarbeit mit Ingrid und Kitty von der Kult-Teenband Kitty, Daisy and Lewis entstanden und macht mit seinem schwungvollen Mix aus Country, House, Disco und Blues einfach nur Spaß, besonders der Refrain ist sehr mitreißend! Danach geht es mit „Frozen“ eine ganze Spur deeper und melancholischer zu, bevor „Too Young“ mit seinem dominierenden Beatgerüst direkt in die Füße geht.

Spontan erinnert mich „Slappers“ natürlich an das Herbert-Album „Scale“, nur mit dem Unterschied, dass „Scale“ wesentlich fröhlich swingender daher kommt, Dani’s eigenes Werk hingegen wirkt tiefgründiger und erwachsener.

Hier könnt ihr auch die E-Card zum neuem Album „Slappers“ von Dani Siciliano verschicken.

Anspieltipps:
01. “Slappers”
04. “Why Can’t I Make You High” (!!!)
05. “Frozen”
(Gesamtspielzeit: 11 Tracks, ca. 45 Minuten)

Fazit: Mit „Slappers“ gelingt der sympathischen Dame aus London ein weiterer Geniestreich, der mit Gewissheit die zukünftigen Sonntagmorgen vieler Musikliebhabern locker flockig leicht beginnen lassen wird. (nac)

Für Fans von: Cortney Tidwell, Roisin Murphy, Matthew Herbert