| .Danko Jones "Never Too Loud" (Bad Taste / Soulfood / VÖ: 29. Februar 2008) | |
Stil: Rock`n`Roll Format: CD (auch als Limited Edition mit 2 Bonustracks im Digipack erhältlich) Danko Jones: Drei Typen, ne große Portion Image, Klischee-Pflege und eine ganze Menge Rock`n`Roll. Seit 1996 rockt sich die Band in klassischer Trio-Besetzung nun in die Herzen der geneigten Zuhörer und teilweise auch ziemlich weit nach oben in die Charts. Wenn ich den Namen Danko Jones höre habe ich sofort dieses hochnäsige, selbstüberzeugte Gesicht vor mir, das Danko bei jedem Konzert auflegt. Aber das gehört bei ihnen und ihm nun mal dazu und macht eben auch einiges aus. Jetzt kommt „Never Too Loud“, full-length-Album Nummer 4. Vom Titel her schon mal ein ganz typischer Danko Jones-Output... Zur CD selbst: ... und genau so geht es auch los. Mit der ersten Single „Code Of The Road“ wird die Scheibe in altbekannter Manier eröffnet. Das Schlagzeug gibt die pumpende Vorlage zu einem Gesang, der einem permanent ins Gesicht zu spucken scheint. Alles natürlich unterlegt von einer schön dreckigen Gitarre und einem dem keineswegs unterlegenen Bass. Alles schön und gut. Alles Danko. Dann kommt irgendwann „Take Me Home“. Ein Ohrwurm. Echt cooler Text. Die eingängige Zeile „take me home to where my records are“ unterstreicht ein weiteres mal, dass der charismatische Frontmann in erster Linie immer noch Musikfan und kein Rockstar ist. Aber auf einmal tauchen da Harmonien und Melodien auf, die man von den Jungs so einfach nicht gewohnt ist bzw. war. Zudem ist der Track auch noch ungewöhnlich ruhig. Noch extremer wird das in „Forest For The Trees“. Eine Mördernummer. Wirklich. Aber ist das die alte Band? Ist das überhaupt die gleiche Band? Was macht denn diese Kopfstimme auf einmal da? Ich finde es liegt der Verdacht nahe, dass sich da jemand heimlich verliebt hat! Was die Frage angeht, ob es sich noch um die gleiche Band handelt, kann man ergänzend zumindest erwähnen, dass Pete Stahl (Wool, Scream, Goatsnake) und John Garcia (Kyuss) auf diesem Lied mitsingen und dadurch auch ihren Anteil haben. Trotzdem: Das Lied entfernt sich mit jeder fortlaufenden Sekunde an von dem, was man bis jetzt von den drei gewohnt war und gipfelt in einem äußerst ominösen Zwischenteil. Und wisst ihr was? Ich finde es ist das geilste Stück auf der kompletten Scheibe. Nichtsdestotrotz. Als ich mir „Never Too Loud“ zum ersten Mal anhörte, war einer meiner ersten Gedanken, dass man sich damit ganz schön viele Fans vergraulen kann. Hoffen wir das es nicht so sein wird, denn es wäre unverdient und schließlich hat man mit „Let’s Get Undressed“, „Your Tears, My Smile“ und einigen anderen immer noch genug Leckerbissen, die nichts von den alten Trademarks vermissen lassen. Überhaupt ist es ja doch nach wie vor Danko Jones wie man sie kennt und liebt. Die Ausnahmen sind klar in der Unterzahl. Aber sie beeinflussen nun mal den Gesamteindruck. Alles in allem eine durchaus gelungene Scheibe, die zudem durch die gute Arbeit von Produzent Nick Raskulinecz auch noch ziemlich gut klingt. Der Spaß und die Lust am Rock’n’Roll sind Sänger und Gitarrist Danko Jones, Drummer Dan Cornelius und Bassist John Calabrese (JC) nach wie vor ungemindert anzuhören und darum geht es ja schließlich. Es kann nicht nur Bands wie Motörhead oder Slayer geben, die seit ihrem Karrierebeginn ein und denselben Sound fahren und damit gleich bleibenden bis wachsenden Erfolg haben. Im Normalfall entwickelt sich eine Band weiter und wächst mit ihrer Erfahrung. Nun weiß man natürlich nie wohin sie wächst. Wir alle kennen Beispiele wie Metallica, bei denen es inzwischen zwei Fanlager gibt, die sich ziemlich genau am Black Album spalten. So oder so zeichnet sich die Richtung, in die sich eine Band entwickeln wird meistens beim dritten Album ab. Im Falle von Danko Jones haben wir hier das vierte Album vorliegen. Demzufolge sollte es eigentlich niemanden überraschen nun auch andere Töne zu hören. Schließlich haben wir es hier mit einer relativ jungen Band zu tun, die sich gerade noch entwickelt Ich denke den Weg, den sie jetzt durch „Never Too Loud“ eingeschlagen haben ist ein guter, der sie davon abhalten wird musikalisch auf der Stelle zu treten. Anspieltipps: Fazit:
Ich gespannt auf die nächsten Outputs und sehe in der Band auf einmal
mehr Potential als je zuvor. (Eddie) |
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