| .The Dunes "Socializing With Life" (Curve Music / AL!VE / VÖ: 18. Januar 2008) | |
Stil: Alternative-Pop bis Rock Format: CD Die Zeit ist gekommen um mal wieder gemütlich eine Rockplatte anzuhören. Ganz oben auf meinem Stapel liegt in diesem Fall "Socializing With Live" von The Dunes. Nachdem die Band jahrelang ihre Konzerte in Kanada hoch und runter spielte hören wir nun erstmals in Europa von dem Quartett. Nach dem Pressetext zu urteilen besteht die Band eigentlich nur aus 3 Leuten, die Internetseite zeigt wiederum 4 Bandmember. Insgesamt 5 verschiedene Namen vervollständigen das Chaos. Wirklich sicher sind nur 2 Namen, nämlich Frontmann Kevin Pullen als Gitarrist und Sänger und Alistair Heath an der zweiten Gitarre. Zur CD selbst: Mit dem Bandmotto The Song is King und dem vorliegenden Debutalbum haben die Vier bereits die kanadischen Charts gestürmt und während das erste Album gerade erscheint ist das zweite Album "Bipolar Bare" bereits zur Hälfte aufgenommen. Nach eigenen Angaben nennt sich der Stil innovativer Rock'n Roll und orientiert sich an musikalischen Größen wie Radiohead und The Clash. Und als Außenstehender betrachtet bieten The Dunes ordentlichen Rock. Der Gesang erinnert ziemlich deutlich an U2 wobei erstaunlicher Weise auch ein paar energiegeladene Schreie Aufsehen erregen. Die musikalische Leistung bleibt während der gesamten Platte respektabel. Die Gitarrensoli lassen teilweise zu wünsche übrig und klingen verdammt häufig nach Psychodelic Rock ("Kennedy's") was irgendwie zum gesamten Stil passt. Die Melodien erinnerhingegen eher an Creed. Der Drummer fällt durchweg positiv auf. Mit enormer Energie bringt er geradezu ein punkiges Flair in so manchen Song (1. Now). Balladen sind natürlich auch auf der Platte vertreten (Sunflower Eyes) wobei hier die schöne Melodie zu sehr hinter dem Gesang und den Drums zurückbleibt. Betrachtet man die textlichen Aussagen so findet man keinerlei provokante, politische oder aggressive Zeilen was ja auch mal ganz entspannend sein kann. Bei häufigem Hören der Platte fällt eine Sache doch deutlich auf: Nämlich daß die CD ist richtig gut produziert (Joao Carvalho) wurde! Der besondere und außergewöhnliche Stil bleibt von Anfang bis zum Ende erhalten. Die Band bleibt sich treu und möchte sich wahrscheinlich eher durch außergewöhnliche Musik als durch auffallende Lyrics identifizieren und zielt damit vielmehr auf den altmodischen Plattenliebhaber als den chartsaugenden iTunes User. Anspieltipps: 01. "Now" 06. "Do It All The Time" (Gesamtspielzeit: 10 Songs, ca. 44 Minuten) Fazit: Unterm Strich bietet die Band alles - Gute und schlechte Gitarrenparts, treibende und langweilige Drums, mal harten Rockgesang, mal eine durchschnittliche Stimme ohne Besonderheiten. Eben dieser Mangel an Besonderheiten lässt die Band teilweise langweilig erscheinen. Die Welt ist wieder einmal reicher um eine Band, die mit "The" beginnt was bekanntlich den Erfolg weder fördert noch abhält. The Dunes haben Potential und könnten zwischen den ganzen Emo- und Poprockern eine ganz neue Nische ausfüllen. Dafür fehlt nur noch das gewisse Etwas ... (Moe) Für Fans von: Creed, U2, Coldplay |
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