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Ekrem Bora
aka Eko Fresh hat das geschafft woran viele nicht mehr geglaubt hätten:
Er ist back im Game und bringt mit 25 Jahren sein mittlerweile zweites
Solo Album „Hart(z) IV“ auf den
Markt. Nach „Ich bin Jung und brauche das Geld“ und
„L.O.V.E.“, die zwar chartmäßig erfolgreich
waren, aber nicht den Respekt brachten, den der Mönchengladbacher
Rapper mit türkischer Abstammung gerne gehabt hätte.
Das soll mit „Hart(z) VI“ maßgeblich
anders werden. Einer der wohl talentiertesten Rapper Deutschlands holt
nun zum Rundumschlag aus und will es noch einmal wissen. Denn die lezte
Zeit sah nicht so rosig aus für Eko: Fast Hartz VI Empfänger
und kaum Perspektiven. Zu diesem Zeitpunkt gab es kaum jemand der an einen
Erfolg des Rappers glaubte, bis auf einen: Bushido. Der Berliner Rapper
und Labelchef signte Eko und brachte daraufhin die erste Single „Gheddo“
aus dem neuen Album auf den Markt. Mit Erfolg, was mit einem Einstieg
in die Charts promt belohnt wurde.
So bietet „Hart(z) VI“ das, was man von Eko gewohnt
ist: harte Punchlines, inteligente Texte und Flow. Gepaart mit dem für
ihn typischen ironischen Unterton in der Stimme, die beweisen, daß
er trotz Hater und Neider einer der ganz großen im Rapgame ist.
In dem Sinne gestaltet sich auch der Inhalt des von Kingsize,
Beatlefield, DJ Rocky
und Sti produzierten Albums. Eko rappt sich
den ganzen Frust von der Seele und gibt Einblicke in sein Leben. So knallt
das Intro schon gewaltig, in dem er lautstark seine Rückkehr feiert.
Track 2 „Ruhe vor dem Sturm“ feat. Antigaranti
gestaltet sich ähnlich representmäßig mit bösem Beat.
In gleicher Manier dropt er die Verse bei „Der Don 2“
mit Eko-typischer Selbstreflexion, Selbstironie und einem fiesen Oriental-Beat.
Im Titeltrack „Hartz VI“ macht sich Eko Luft und
rappt sich den Frust und die Angst vorm Sozialen Abstieg von der Seel.
Danach wird mit „Gheddo“ feat. Bushido
ein Hammertrack losgelassen, der sozialkritisch die eigene Hood beschreibt
und zeigt, warum sich Eko und Bushido wohl zu den besten der Deutschen
Rap Szene zählen dürfen.
Mit „Kings Of Cologne“ feat. SD gehn Eko und SD noch
spezieller auf die Kölner Posse ein und speziell auf das Leben in
Neuköln. Das Austeilen hört aber nicht auf, so knallen „darauf
kannst du Gift nehmen“ und „Was kann ich dafür“
kompromisslos und räumen jegliche Zweifel aus, daß Eko nicht
rappen könnte.
„Bazen“ feat. Killa Hakan & Ayas Kapli läßt
die Grenzen zwischen türkischem und deutschem Rap zerfließen
und zeigt, daß seine Homies auch auf türkisch auf hohem Niveau
spitten können. G-Style den einige von seiner ersten LP kennen kommt
auf „Ek is Back“ mit fresher Hook und Flow von Eko.
Vom Stiel her erinnert dieser an die Backstreetboys. „Stanzegang“
representet seine Homies Hakan Abi, Kingsize & Summer Cem, die deutlich
machen was einem passiert, wenn man sich versehentlich in ihre Hood verirrt
und dort nix zu suchen hat. Mit „Fackeln Im Sturm“
und „Wir sind Soldier, Homie“ haut er nochmal eine
Ansammlung von Punchlines raus.
Die folgenden Tracks „Westside“ feat. La-Honda sowie
„Ihr werdet uns nicht los“ feat Saad
kommen genauso gewaltig in denen La-Honda und Saad ihr bestes geben. Zum
Schluss kommen „Der Rest ist Geschichte“ und „Das
ist mein Viertel“ feat. Capkekz
und das Outro mit dem selben Inhalt: Battlerap und Representen vom feinsten.
Im Ganzen bietet das Album kaum etwas neues, so gestaltet sich der Inhalt
auch größtenteils eher eintönig. Natürlich will Eko
aller Welt beweisen, daß er der beste ist, zu dem Thema hätten
drei Tracks aber locker ausgereicht. Auch das Thema Eigenes Viertel/ Ghetto
wird so oft Thematisiert das es am Ende ein wenig nervt. Nichts desto
trotz ist „Hart(z) VI“ ein gelungenes Comeback für Eko
Fresh, und das was er erreicht hat muss erst jemand nachmachen. Word!
Anspieltipps:
01 „Intro”
05 „Gheddo“ feat. Bushido
11 „Stenzgang” feat. Hakan Abi, Kingsize & Summer Cem
17 “Ihr werdet uns nicht los” feat Saad
(Gesamtspielzeit: 19 Tracks, ca. 68 Minuten)
Fazit: Im Ganzen bietet das Album
kaum etwas neues, so gestaltet sich der Inhalt auch größtenteils
eher eintönig. Natürlich will Eko aller Welt beweisen, daß
er der beste ist, zu dem Thema hätten drei Tracks aber locker ausgereicht.
Auch das Thema Eigenes Viertel/ Ghetto wird so oft Thematisiert, daß
es am Ende dann doch nervt. Nichts desto trotz ist „Hart(z)
VI“ ein gelungenes Comeback für den ehemaligen Kool Savas
Zögling. Was er erreicht hat muss erstmal jemand nachmachen. Word!
(BO)
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