|
|
Fiktives, aber nicht unwahrscheinliches Gespräch:
A: „Sag mal, kennst Du diese eine Punkband aus Gainesville,
Florida? Ich habe gerade den Namen vergessen.“
B: „Boah, da gibt’s total viele. War es vielleicht Less
than Jake? Oder Hot Water Music? Oder Against Me?“
A: „Ne, keine von denen. Aber egal, vergessen wir es.“
Tja,
die Wahrscheinlichkeit, dass einem der Gegenüber „FIYA“
zur Antwort gibt, ist momentan noch relativ gering. Leider aber, denn
qualitativ muss sich das Quartett aus obiger Gegend keinesfalls hinter
den genannten Bands verstecken.
Die 4 Jungs von FIYA, deren letzte
Platte „Make Joy, Make Strength“ bereits richtig
klasse war, legen nun mit „Better Days“ ein schönes
Album vor, das mit 16 Minuten (10 Songs) zwar recht kurz, aber dafür
auch schön abwechslungsreich geworden ist. 10 Songs in 16 Minuten
lassen vermuten, in welche Richtung das Album musikalisch geht: nämlich
nach vorne!
Schneller Punkrock, viele Melodien und (glücklicherweise) durchaus
„kantig“.
Textlich geht es hier sehr persönlich zu, wobei es mir ab und zu
etwas zu kitschig (z.B. „Tell Your Children“) wurde,
aber das ist eigentlich die Ausnahme. Im Allgemeinen sind die Texte interessant
zu lesen und auch gut vom Sänger in den Songs präsentiert. Dessen
Stimme variiert angenehm, erinnert teilweise an die brüllende Konkurrenz
aus New York, ist aber auch an anderer Stelle bemüht, die stellenweise
sehr emotionalen Texte ansprechend zu transportieren.
Anspieltipps:
01 "Smile"
02 "Guns In The House"
07 "New Dog"
(gesamtspielzeit: 10 songs, ca.16 minuten)
fazit: Insgesamt
also schöner, durchgängig melodischer Punkrock à la Propaghandi
oder Strike Anywhere, der teilweise
wirklich gute Songstrukturen („Guns In The House“, „Lions“)
aufweist. Wie bereits gesagt, in ihrem Genre bewegen sich FIYA durchweg
sicher und langweilen in keinem Moment. Angesichts dieser Qualitäten
und der kurzen Spieldauer vielleicht das ideale Album für die große
Pause! Wertung: 7/10 (Bär)
|