."ride on" with the frank popp ensemble (columbia / vö: 15.september 2003)


als der düsseldorfer musiker und graphiker frank popp sein album „ride on with the frank popp ensemble“ vor zwei jahren das erste mal veröffentlichte, interessierte sich dafür keine sau… jetzt feiert neben frank popp und seinem neunköpfigen ensemble auch der sound der sechziger jahre ein fettes comeback.

lange zeit hat sich nichts um frank popp getan bis der auf seinem debüt-album enthaltene northern-soul song „hip teens don’t wear blue jeans“ in einer werbung des getränkeriesen coca cola auftauchte, von den austin powers-machern für den soundtrack ausgewählt wurde, bei tv-spaßvogel oliver pocher gespielt wurde und somit zum sommerhit 2003 avancierte.
sixties-sound in form von extrem tanzbaren, zeitlos funkigen beats ist das markenzeichen des düsseldorfers, der als dj die massen im szeneclub „unique“ schon zeit jahren zum kochen bringt. frank popp legt im musikalischen sowie im optischen bereich größten wert auf authenzität, was auch erklärt, warum er wie eine austin powers-inkarnation erscheint…
auf seinem album bewegt sich mr. popp trick- und variantenreich durch sixties-soul, swing, funk, bossa nova, big band und big beat. angereichert mit lustigen samples, funkigen beats und reichlich bläsereinsatz sowie der einzigartigen stimme von sam leigh-brown (noha-leadsängerin und tochter von bigband-sängerin diana leigh) entsteht ein extrem tanzbares hörerlebnis durch vergangene zeiten.
die zweite single-auskopplung „love is on your side“ erinnert stark an popp’s ersten hit und verfügt auch über die gleichen sixties-accesoires wie sein großer vorgänger.
das stück „high voltage“ ist eine groovende bigbeat-nummer mit einflüssen aus dem hiphop bereich und john travolta fans schon aus dem film „password: swordfish“ bekannt. „you’ve been gone too long“, “hip teens don’t wear blue jeans”, „goo goo muck“ oder „the catwalk“ sind fette sixties-nummern, die besonders aufgrund der vocals von sam leigh-brown sehr 60er-jahre authentisch rüberkommen. auch nicht zu verachten sind die instrumental-nummern „hurry up“, „the thing demands“ oder „robbie, tobbie & das fliewatüüt“ die mit lustigen samples genauso überraschen wie frank popp’s neuner combo selbst.

anspieltipps:
02 "love is on your side"
03 "you’ve gone too long"
06 "high voltage"
08 "mullet king"
09 "hurry up!"
13 "the catwalk"
(gesamtspielzeit: 14 songs, 45 minuten)


fazit: ride on with the frank popp ensemble“ ist loungetauglicher sixties-sound, irgendwo zwischen nothern-soul, funk, swing, bossa nova, big band und bigbeat. teilweise sehr vorantreibend, manchmal sehr relaxt, erinnert das album ein bisschen an einen soften seventies-porno-soundtrack und kommt mit der stimme von sam leigh-brown extrem gut rüber.      (nc)