| |
als der düsseldorfer musiker und graphiker
frank popp
sein album „ride on with the
frank popp ensemble“ vor zwei
jahren das erste mal veröffentlichte, interessierte sich dafür
keine sau… jetzt feiert neben frank popp und seinem neunköpfigen
ensemble auch der sound der sechziger jahre ein fettes comeback.
lange zeit hat sich nichts um frank
popp getan bis der auf seinem debüt-album enthaltene northern-soul
song „hip teens don’t wear blue jeans“ in einer
werbung des getränkeriesen coca cola
auftauchte, von den austin powers-machern
für den soundtrack ausgewählt wurde, bei tv-spaßvogel
oliver pocher gespielt wurde und
somit zum sommerhit 2003 avancierte.
sixties-sound in form von extrem tanzbaren, zeitlos funkigen beats ist
das markenzeichen des düsseldorfers, der als dj die massen im szeneclub
„unique“ schon zeit jahren zum kochen bringt. frank
popp legt im musikalischen sowie im optischen bereich größten
wert auf authenzität, was auch erklärt, warum er wie eine austin
powers-inkarnation erscheint…
auf seinem album bewegt sich mr. popp
trick- und variantenreich durch sixties-soul, swing, funk, bossa nova,
big band und big beat. angereichert mit lustigen samples,
funkigen beats und reichlich bläsereinsatz sowie der einzigartigen
stimme von sam leigh-brown (noha-leadsängerin
und tochter von bigband-sängerin diana leigh) entsteht ein extrem
tanzbares hörerlebnis durch vergangene zeiten.
die zweite single-auskopplung „love is on your side“
erinnert stark an popp’s ersten hit und verfügt auch über
die gleichen sixties-accesoires wie sein großer vorgänger.
das stück „high voltage“ ist eine groovende
bigbeat-nummer mit einflüssen aus dem hiphop bereich und john
travolta fans schon aus dem film „password:
swordfish“ bekannt. „you’ve been gone too
long“, “hip teens don’t wear blue jeans”,
„goo goo muck“ oder „the catwalk“
sind fette sixties-nummern, die besonders aufgrund der vocals von sam
leigh-brown sehr 60er-jahre authentisch rüberkommen. auch nicht zu
verachten sind die instrumental-nummern „hurry up“,
„the thing demands“ oder „robbie, tobbie
& das fliewatüüt“ die mit lustigen samples genauso
überraschen wie frank popp’s neuner combo selbst.
anspieltipps:
02 "love is on your side"
03 "you’ve gone too long"
06 "high voltage"
08 "mullet king"
09 "hurry up!"
13 "the catwalk"
(gesamtspielzeit: 14 songs, 45 minuten)
fazit: „ride
on with the frank popp ensemble“ ist loungetauglicher
sixties-sound, irgendwo zwischen nothern-soul, funk, swing, bossa
nova, big band und bigbeat. teilweise sehr vorantreibend, manchmal sehr
relaxt, erinnert das album ein bisschen an einen soften seventies-porno-soundtrack
und kommt mit der stimme von sam leigh-brown extrem gut
rüber. (nc)
|