.Gods Of Blitz "Stolen Horse" (four music / vö: 19.september 2005)


hätte man mir diese scheibe vorgespielt, ohne zu verraten was es ist, meine erste frage wäre gewesen: "haben die beatsteaks ein neues album?"

nein haben sie nicht, doch die gods of blitz sind ebenfalls eine vierköpfige rock-combo, kommen ebenfalls aus berlin (kreuzberg) und stehen den beatsteaks musikalisch in nichts nach. wie die beatsteaks machen auch gods of blitz straighten, pushenden rock mit englischen texten.

die vorliegende scheibe ist ihr longplayer-debut und auch sonst hat man bisher kaum etwas von den vier jungs (jakob kiersch/drums, olli wong und jens freudenberg/gitarre sebastian gaebel/bass&vocals) gehört.

im september 2004 gegründet und mit nicht mehr als einem demo-tape ausgestattet wurden gods of blitz in kürzester zeit, sozusagen aus dem proberaum heraus unter vertrag genommen. umso überraschender, daß gods of blitz bei four music unter vertrag stehen, denn die sind ja eher die spezialisten für hiphop und deutschsprachiges, mein kompliment für diesen abstecher zum rock.

"stolen horse" ist eine perle von einem debut, eins-A produziert und abgemischt (von torsten otto), geht gut ins ohr und weiss schnell zu gefallen. selbst bei der anordnung der einzelnen songs wurde merkbar darauf geachtet, daß die abwechslung nicht zu kurz kommt und so wechselt sich rock mit punk, drums mit gitarrenriffs und einige pusher mit wenigen balladen ab. wer hier nicht reinhört mag entweder keinen rock, ist absolut anti-beatsteaks-sound oder eben selber schuld.

Zur CD selbst:
der erste song "generation good-bye" entpuppt sich direkt als knüllereinstieg, doch es kommt sogar noch besser. energiegeladener, straighter aber durchaus frisch klinger rock ist hier programm. so jagt eigentlich ein highlight das nächste: "flashbackville", das mir vor allen dingen textlich sehr zusagt ("i think i've seen it all before..") und "the rising" bestechen durch mitreißende beats und kraftvolle gitarrenriffs. "majorette" ist ein weiteres frisches rock'n roll feuerwerk mit sehr punkigen ansätzen. danach werden mit "a cat named dog" deutlich ruhigere töne angeschlagen, die eher an weezer oder liquido erinnern. "protoman" gibt aber direkt wieder gas und zündet spätestens beim refrain. die blitzgötter donnern dem höhrer einen guten rocksong nach dem anderen um die ohren und bei "stolen horse" handelt es sich zudem um eine scheibe die man problemlos ganz durchhören kann OHNE ständig die >>skip>> taste betätigen zu müssen.

anspieltipps:
01 "generation good-bye"
02 "greetings from flashbackville"
04 "beat of progress"
07 "protoman"
11 "psychology"
13 "my time is up"
(gesamtspielzeit: 13 songs, ca. 36 minuten)

Fazit:
ein kracher-debut! endlich mal wieder eine rockband aus deutschland, die NICHT deutsch singt und ohrenscheinig einiges zu bieten hat.
den ipod mit gods of blitz auf den ohren, das snowboard unter die füsse, ein nie endender tiefschneehang und die welt ist perfekt! (dr.öge)

Für fans von:
straightem rock wie den beatsteaks, the strokes, foo fighters, jet, pyogenesis, etc.