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hätte man mir diese scheibe vorgespielt, ohne zu verraten was es
ist, meine erste frage wäre gewesen: "haben die beatsteaks
ein neues album?"
nein haben sie nicht, doch die gods of blitz sind ebenfalls eine vierköpfige
rock-combo, kommen ebenfalls aus berlin (kreuzberg) und stehen den beatsteaks
musikalisch in nichts nach. wie die beatsteaks machen auch gods of blitz
straighten, pushenden rock mit englischen texten.
die vorliegende scheibe ist ihr longplayer-debut und auch sonst hat man
bisher kaum etwas von den vier jungs (jakob kiersch/drums, olli wong und
jens freudenberg/gitarre sebastian gaebel/bass&vocals) gehört.
im september 2004 gegründet und mit nicht mehr als einem demo-tape
ausgestattet wurden gods of blitz in kürzester zeit, sozusagen aus
dem proberaum heraus unter vertrag genommen. umso überraschender,
daß gods of blitz bei four
music unter vertrag stehen, denn die sind ja eher die spezialisten
für hiphop und deutschsprachiges, mein kompliment für diesen
abstecher zum rock.
"stolen horse"
ist eine perle von einem debut, eins-A produziert und abgemischt (von
torsten otto), geht gut ins ohr und weiss schnell zu gefallen. selbst
bei der anordnung der einzelnen songs wurde merkbar darauf geachtet, daß
die abwechslung nicht zu kurz kommt und so wechselt sich rock mit punk,
drums mit gitarrenriffs und einige pusher mit wenigen balladen ab. wer
hier nicht reinhört mag entweder keinen rock, ist absolut anti-beatsteaks-sound
oder eben selber schuld.
Zur CD selbst: der erste
song "generation good-bye" entpuppt sich direkt als
knüllereinstieg, doch es kommt sogar noch besser. energiegeladener,
straighter aber durchaus frisch klinger rock ist hier programm. so jagt
eigentlich ein highlight das nächste: "flashbackville",
das mir vor allen dingen textlich sehr zusagt ("i think i've
seen it all before..") und "the rising" bestechen
durch mitreißende beats und kraftvolle gitarrenriffs. "majorette"
ist ein weiteres frisches rock'n roll feuerwerk mit sehr punkigen ansätzen.
danach werden mit "a cat named dog" deutlich ruhigere
töne angeschlagen, die eher an weezer oder liquido erinnern. "protoman"
gibt aber direkt wieder gas und zündet spätestens beim refrain.
die blitzgötter donnern dem höhrer einen guten rocksong nach
dem anderen um die ohren und bei "stolen
horse" handelt es sich zudem um eine scheibe die man
problemlos ganz durchhören kann OHNE ständig die >>skip>>
taste betätigen zu müssen.
anspieltipps:
01 "generation good-bye"
02 "greetings from flashbackville"
04 "beat of progress"
07 "protoman"
11 "psychology"
13 "my time is up"
(gesamtspielzeit: 13 songs, ca. 36 minuten)
Fazit: ein kracher-debut! endlich mal wieder eine
rockband aus deutschland, die NICHT deutsch singt und ohrenscheinig einiges
zu bieten hat.
den ipod mit gods of blitz auf den ohren, das snowboard unter die füsse,
ein nie endender tiefschneehang und die welt ist perfekt! (dr.öge)
Für fans von: straightem
rock wie den beatsteaks, the strokes, foo fighters, jet, pyogenesis, etc.
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