.(Hed) P.E. - "Back 2 Base x" (Sub Noize / Soulfood / VÖ: 29. September 2006)

(Hed) P.E. oder Hed Planet Earth wurde 1994 von dem aus Kalifornien stammenden Frontsänger Jahred Shane und dem Gitarristen Wesstyle gegründet. Nachdem die ersten Songs zu Papier gebracht waren wurde die Band mit Mawk am Bass, Chizad für die 2. Gitarre, B.C. an den Drums sowie Dj Produkt 1969 erweitert. Eine neue Band mit völlig neuem Stil, getauft G-Punk war geboren. 2001 hatten sie mit ihrem offiziell 2. Album den größten Erfolg. Mit ihrem Mix aus Hardcore-Punk und Hip-Hop erreichten sie mit Songs wie „Bartender“ nun endlich eine breite Masse. Korn und Slipknot gehören genau wie System of a Down zum Freundeskreis der Jungs. Die besten Einflüsse also.
Nachdem sie von ihrer Plattenfirma unter Druck gesetzt wurden veröffentlichten sie 2003 das Album „Blackout“, das sich wegen dem fehlendem, gewohnten „Etwas“ nur schleppend verkaufte. Dies war der Startschuss um neue Maßstäbe zu setzten. Sie trennten sich 2004 von ihrer Plattenfirma und änderten ihren Namen in (Hed)p.e..
Neu in ihren Reihen war nun Jaxon an der Gittare und Moke am Schlagzeug. Dieser Neuanfang hatte es in sich. Sie besaßen nun mehr Freiheiten und brachten Ideen von Jahreds (Sänger) Solo-Project Fenix Jones ein welches er danach aufgab. Zu hören ist das alles auf dem 2005 raus gebrachtem Album „Only in America“. Nach dem dritten Plattenfirmenwechsel brachten sie nun das Album „Back to Base x“ in die Läden.

Zur Cd selbst: Nach wenigen Sekunden des Openers „Listen“ ist schnell klar, dass man es mit niemand anderen als mit (Hed)P.E. zu tun hat. Das Schlagzeug kündigt die Band praktisch an und mit einem gewissen Flair von Cypress Hill kann ich zu diesem Song nur eines sagen: Listen!!!
"Novus Ordus Clitorus" zeigt die Komplett andere Seite von (Hed)P.E., nämlich dass sie leicht von Disturbed angehaucht, eine hammergeile Hardcore-Punkband sind! Die Message lässt auch nicht zu wünschen übrig. “..I don't wonna go to Guantanamo Bay..” ist als massive Kritik am US-Regime zu verstehen.
“Lock and load” ist ein Song, der so unglaublich treibt und durch Zwischensequenzen in Jazzform perfektioniert wird.
“Get Ready” zeichnet Punkrock a la Billy Talent aus, der einem wahnsinnigen Arschtritt gleicht, durch den man wachgerüttelt wird um dann richtig abzugehen!!! Diesemal wird der Track von einem Countrypart unterbrochen was wiedereinmal die Vielseitigkeit der Band beweist.
“Sophia” hebt sich von allen bisherigen (Hed)P.E. Songs ab, da er mit Reggae-Rhytmen beginnt, auf Punkrock übergeht und in einem phenomenalen Finale von hartem Gitarrensound und Jahreds' einmaligem Gekreische endet. Alles verpackt in den einfach nur kranken Stil der Band macht es diesen Titel zu den heftigsten Klängen die man jemals gehört hat!
“Daze of war” ist ein zum Anfang gewöhnungsbedürftiger Stil, der aber auf Dauer immer besser zu werden scheint. Freunde des Hip-Hop werden genauso gefallen daran finden wie Anhänger des Rock, da G-Punk beides fusioniert. Seid einfach offen für Neues und ihr werdet es lieben!
Einziges Manko ist, dass das Wort “Nigga” etwas überstrapaziert wird, was den Anschein erweckt, man wolle krampfhaft auf Gangsta machen.
“Sweetchops” ist zu guter letzt ein Song, der sich auf Partys und schonungslosen Sauferien garantiert gut macht!

Im November habt Ihr die Chance, (Hed) P.E. live zu sehen, hier geht's zu den Tourdates.

Anspieltipps:
02.”Novus Ordus Clitorus“
03.”Lock and Load“
05.”Get Ready”
06.”Sophia”
09.”Daze of war”
10.”Sweetchops”
(Gesamtspielzeit: Songs, Minuten)

Fazit: Diese CD kann ich wirklich jedem empfehlen! Es ist einfach für alle Musikgeschmäcker etwas dabei. Sei es nun Reggae, Punkrock, Jazz, Hip-Hop, oder was auch immer. (Hed)p.e ist eine Band die keine Furcht vor dem Experimentieren hat. Frontmann Jahred sagte über diese CD, dass sie einem prächtigen Joint ähnlich sei und ich sage dass jeder Song ein mächtiger Zug ist! (Jamaik)