.Hey Gravity "Risen" (Dad records / Neo / Sony BMG / VÖ: 07. September 2007)

Stil: Garage / Rock / Pop / Punk
Format: CD

Wie unsere Stammleser längst wissen, haben wir von der Ozelot Crew eine Vorliebe für Debut-Alben und glücklicher Weise stoßen wir auch immer wieder auf frische Combos und Werke, die es Wert sind, weiter empfohlen zu werden. Hey Gravity ist mal wieder so ein Fall. Es handelt sich dabei um die Nachfolgeband der UK Garage Rocker von M.A.S.S., benannt nach einem ihrer besten Hits. Gitarre und Schlagzeug geben den Ton an und Frontfrau Justine Berry ist nicht nur mit einer sagenhaften Stimme gesegnet sondern soll laut Zeugenaussagen auf der Bühne ein ähnliches Powerpaket sein wie Juliette Lewis oder PJ Harvey. Die Musik geht auch in eine ähnliche Richtung und Fans der oben und unten genannten Artists sollten hier DRINGEND reinhören!

Zur CD selbst:
Nicht nur das Cover mit der freakigen Engelscharikatur von Justine Berry ist auffällig, auch der Sound geht beim ersten Hören sofort in's Ohr. Der Stil schwankt zischen Pop, Rock und Punk, hat dabei stets diesen UK-typischen Garage-Sound und brilliert durch den emotionalen und sehr wandlungsfähigen Gesang der Frontfrau. Sie gibt sich mal energiegeladen rockig, dann wieder gelassen, fröhlich oder melancholisch und ist für diese Band vermutlich ähnlich wichtig wie Billy Corgan für die Smashing Pumpkins. Die aktuelle Single "Risen (She Said)" fungiert als Opener und ist mit seinem poppigen, melodischen Stil bei einigen Musiksendern bereits auf dem Vormarsch. Der Song ist unser Anspieltip Nummer eins und wir attestieren hier auf jeden Fall einiges an Chartpotential. Das dazugehörige Video findet sich übrigens am Ende des Artikels! Danach wird's zunächst rockig bis punkig mit "Slipping Thru The Cracks" und "Part Time Punk" und Vergleiche zu den Yeah Yeah Yeahs liegen nah. Dann aber fült man sich wieder mehr an Debbie Harry, die Peaches oder Garbage ("Nobody`s Fool") erinnert und gefühlvoller Indie-Pop wechselt sich mit Garage-Rock, Punk oder Power-Pop ab. So bewegt man sich mit Tracks wie "Lonely" auch nicht weit entfernt von Bands wie The Soviettes oder The Epoxies oder bringt mit dem schleppenden "Scumbag" ein bißchen PJ Harvey Style ins Spiel. Des weiteren besitzen Songs wie "Animal" oder "Everything" absolutes Ohrwurmpotential und die gefühlvolleren Stücke wie "I Believe" oder das an Perfektion grenzende "Bird In A Cage" transportieren wunderbar die Emotionen, was erneut Sängerin Justine Berry zuzuschreiben ist. Der ganz eigene Stil von Hey Gravity prägt das gesamte Album, klingt dabei aber sehr homogen, nie gezwungen oder abgekupfert und die Produktion der renomierten The Machiato Kids (David Bowie, New Order, Joy Division) aus New York ist erstklassig! Weiter zu skippen ist hier nicht notwendig, nicht ein einziges mal.


Anspieltipps:
01. "Risen"
06. "Bird In A Cage"
10. "Scumbag"
11. "Everything" feat. Eamon (The Brakes)
12. "I Believe"
(Gesamtspielzeit: 13 Songs, ca. Minuten)

Fazit: Ein tolles Album, das ich ungeschränkt und guten Gewissens empfehlen kann. Wer sich sowohl für Garbage als auch für PJ Harvey, Juliette Lewis und die Yeah Yeah Yeahs begeistern kann, wird dieses Album lieben! (dr.öge)

Für Fans von:
Juliette Lewis, PJ Harvey, Garbage, Courtney Love, Yeah Yeah Yeahs, The Epoxies, Peaches, Debbie Harry, Chrissie Hynde, The Soviettes, The Epoxies, usw.