."Hospital Mix Five - Digital Selection" by London Elektricity
(Hospital / Groove Attack / VÖ: 02. Februar 2007)




REINHÖREN / KAUFEN

more info:

www.GrooveAttack.com
www.HospitalRecords.com


Stil: Drum & Bass
Format: CD

Das für seine soften, von Soul und Funk beeinflussten Drum & Bass Tunes bekannte Londoner Label Hospital Records wurde Mitte der Neunziger von Tony Colman und Chris Goss gegründet, die auch beide Begründer des Erfolgsgaranten London Elektricity waren. Hospital Records hat sich die letzten Jahre über mit zahlreichen Releases von Künstlern wie High Contrast, Nu:Tone, Cyantific und natürlich London Elektricity, vom Undergroundprojekt zu einem der angesagtesten Trendlabels für Liquid Drum & Bass entwickelt. Nach einem Jahr Pause und einer absolut unglaublichen “Hospitalised CD-Box” anlässlich der 100. Veröffentlichung und des zugleich 10. Label-Geburtstages in 2006, ist es Zeit für die fünfte Ausgabe der jährlich erscheinenden CD-Reihe. Ursprünglich als einmaliges giveaway für den Start der Hospitality Clubnight geplant, hat der “Hospital Mix” einen festen Platz in der Drum & Bass Mix-CD-Kultur eingenommen, was nicht zuletzt am extrem fairen Preis von deutlich weniger als 10 Euro liegt.

Zur CD selbst: Mit Volume 5 kehren die Altmeister und einstigen Headliner des Labels hinter die Turntables zurück und liefern einen ebenso grandiosen Mix ab, wie sie es bereits auf der ersten Ausgabe im Jahr 2002 gemacht haben. Der neue Mix featured einige der besten Label-Releases des vergangenen Jahres sowie brandneue, bislang unveröffentlichte Tracks von High Contrast, Nu:Tone, Danny Byrd, Bungle & Index, Sonic und London Elekricity.

Mit dem schönen Intro-Tune „Under The Sea“ von Danny Byrd beginnt es zunächst sehr plätschert es, doch nach einer kurzen Zeit des Einstimmens wird der Schalter umgelegt, der Beat und die Bassline setzten ein und es geht vorwärts. Mit Green Screen von High Contrast folgt ein weiterer Exklusivetrack, der zwar ziemlich minimalistisch gehalten ist, aufgrund der ständig wiederkehrenden Samples, jedoch schnell ins Ohr geht. Der ebenfalls unveröffentlichte „Everythings Different“ dürfte das Gerücht über ein neues Studioalbum von High Contrast bestärken. Bei „The Great Drum And Bass Swindle“ von London Elektricity ist wunderbar zu hören, wie Tony dem ganzen Mix zur Halbzeit mit den soft gehauchten Frauenvocals als erstes das Tempo raus nimmt, um es dann mit „Shooting Star“ von Sonic wieder zu pushen. Der Makoto Remix von London Elektricity’s Rewind sowie der danach folgendeCity Life von Logistics stellen die beiden Songs mit dem meisten Soulpotential auf dem Album dar. Der brandneue TuneElektrosound von Sonic lässt genau das vermuten, was man auch hinter dem Namen erwarten würde – ein futuristischer Tune mit viel Elektroeinfluss. Forgotten Souls von Bungle & Index fängt zunächst sehr zurückhaltend an, doch der Schein trügt, nach dem ersten Drittel des Songs schlägt die Stimmung um und es wird härter, deeper und fordernder, was den Songtitel „vergessene Seelen“ auch gut rechtfertigt.

Ein Großteil der Songs auf der neuen Mix-CD ist instrumental gehalten, dezente Vocals finden sich dennoch geschickt platziert auf Stücken wie Haunted By Her Yesterday von Logistics, Out Of This World von London Elektricity oderMove On von Seba & Paradox wieder. Aufgrund des bewusst lang gewählten Tracklistings und der vielen unveröffentlichten Songs wird die CD zu keiner Sekunde langweilig. Herausgekommen ist ein in allem ziemlich softer Drum & Bass Mix, der aufgrund der Songauswahl und des exzellenten Mixings von London Elektricity einfach nur Spaß macht. Vom Mixing her wird hier ganz den alten Regeln gefolgt: das Tempo wird genau an den Stellen raus genommen, bevor der Song seinen Höhepunkt erreichen würde, um dann entweder die nächste Platte einzulegen und sich den Joker für später aufzuheben oder um den Regler wieder hochzuschieben. Wobei auf dieser CD aus Zeitgründen eher nach der ersten Variante verfahren wird.


Anspieltipps:
01. Danny Byrd - "Under The Sea"
07. High Contrast – "Green Screen"
11. London Elektricity – "Out Of This World (Dkay Remix)"
14. High Contrast – "Everything’s Different"

20. London Elektricity – "Rewind (Makoto Remix)"
21. City Life – "Logistics"
(Gesamtspielzeit: 30 Tracks, ca. 61 Minuten)

Fazit: Ein in allem sehr softer Drum & Bass-Mix, der aufgrund der Songauswahl und des perfekten Mixings schnell ins Ohr geht. Mit über 30 Songs gibt London Elekticity einen schönen Überblick über den Katalog von Hospital Records sowie einen Vorgeschmack auf das, was dieses Jahr noch kommen wird. (nac)

Für Fans von: London Elektricity, High Contrast, Nu:Tone, Logistics, Q Projekt