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ich weiß, ich weiß, für alle absoluten
soul-fanatiker unter uns ist diese scheibe ein alter hut und mir ist unverständlich
(auch wenn ich nicht gerade auf soul stehe), wie diese platte an mir vorbeigehen
konnte. dennoch ist sie erst vor wenigen tagen zum ersten mal in meinen
cd-player geflattert und kaum daß der zweite track 10 sekunden läuft,
hatte ich diesen sound schon ins herz geschlossen!
der titel ist programm: die sehr schöne soulige stimme von india
arie kombiniert mit einigen akkustischen instrumenten, fast komplett ohne
schnickschnack, geklaute samples, programmierte drum-beats oder hintergrundgesang.
"accoustic soul" besinnt sich auf die einfachen schönen
seiten der musik, geradlinig und wenig verspielt, doch dabei trotzdem
hochgradig melodiös und sehr schön anzuhören!
india arie benutzt nicht mal einen künstlernamen und braucht auch
keine gastmusiker, obwohl das sicher sehr interessant geworden wäre.
von der musik her ist sie wohl am ehesten mit erikyah badou zu vergleichen,
doch auch sie klingt etwas anders, vor allem von den instrumenten her.
die texte sind angenehm interessant, es geht nicht wie sonst immer nur
um liebe und horizontales sondern auch über die künstlerin selbst
und ihre wünsche und einstellungen - und, um die musik an sich.
obwohl für sieben grammys nominiert, blieb dieses album, bis auf
die soul szene, eher ein geheimtip. zu unrecht, da es sich hier um allgemeinverträgliche
sehr gut gemachte MUSIK handelt, die wenn überhaupt nur einen nachteil
hat:
alle songs sind sehr ruhig und daher auch weniger gut tanzbar. dennoch
ist es überraschend, daß dieses album nicht noch deutlich erfolgreicher
war, gerade bei songs wie "back to the middle" und "promises",
die doch einiges an
chart-potential und ohrwurmgarantie zu haben scheinen.
das nachfolgende zweite album " " konnte "accoustic soul"
nicht ganz das wasser reichen, deshalb hatten wir uns entschieden dieses
vorzustellen ...
anspieltips:
02 video
03 promises
05 strength, coverage and wisdom
07 back to the middle
16 wonderful / stevie wonder dedication
(gesamtspielzeit: 16 songs, 61 minuten)
fazit: schön, sanft, von pop
bis soul. die unglaubliche stimme, die sich zweifellos mit den besten
der branche messen kann verzaubert schon nach den ersten minuten. melodische
songs, in einem ganz eigenen stil, die teilweise ihres gleichen vergebens
suchen. die anti-kommerziell angehauchte haltung macht das album zusätzlich
sympathisch. es muss nicht alles aus dem computer kommen, damit es allen
gefällt.
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