| .Jack Johnson "Sleep Through The Static" (Brushfire / VÖ: 01. Februar 2008) | |
Stil: Gitarren-Pop, Singer/Songwriter Format: CD im Digipack Zu Beginn drehte er nur Surffilme (wie "Thicker Than Water", "A Brokedown Melody" oder "The September Sessions"), doch mittlerweiler verdient Jack Johnson seinen Lebensunterhalt mit Musik und dem eigenen Label Brushfire Records, das ursprünglich nur gegründet wurde, um darauf die Soundtracks zu den o. g. Filmen zu veröffentlichen. Doch aus Brushfire wurde mehr und aus Surfern wurden profesionelle Musiker. Mittlerweile füllt Jack ganze Fußballstadien rund um den Globus, seine Longplayer sind mit mehrfachem Platin ausgezeichnet und auch seine Labelkollgen Matt Costa und G.Love sowie sein Buddy Donavon Frankenreiter ist in seinem musikalischen Schatten bekannt geworden. Er wanderte allerdings vor einiger Zeit von Brushfire zu Universal Records ab. Ob die Freundschaft darunter gelitten hat ist ungewiß, laut Frankenreiter sind sie immernoch befreundetagt jedenfalls nein. Zur CD selbst: Auf seinem neuesten Album gibt sich der Gitarrenmeister gewohnt minimalistisch und läßt vor allem seine Stimme und Gitarre sprechen, so wie wir es von den vorherigen Alben bereits gewohnt sind. Die Melodien sind diesmal allerdings noch etwas ruhiger, die Stimmung nachdenklich und die Melodien etwas zurückhaltender als beispielweise auf "In Between Dreams". Das hat den Nachteil, daß es eine ganze Weile dauert, bis man dieses Album wirklich zu schätzen weiß, ähnlich wie beim Vorgänger "Songs And Lullabies From The Film Curious George". Der wahre Jack Johnson Fan wird dies aber nicht scheuen und dann auch tatsächlich wunderbare Musik entdecken. Der Opener ist nicht wirklich spannend, doch schon der nachfolgende Titeltrack "Sleep Through The Static" gefällt auf Anhieb und wird die Anhänger des hawaiianischen Surfers begeistern. Einige Songs ("Enemy", "Same Girl", "Adrift", "While We Wait", "Losing Key") sind leider etwas sehr melancholisch geraten und müssen daher an guten Tagen weitergeskipt werden. Stücke wie das Lebensbejahende "If I had Eyes" mit fröhlichem Keyboardspiel oder die Durchhalteparole "Go On" sind jedoch genau das Gegenteil und bringen die gewünschte gut-drauf-Garantie gleich mit. Sehr schön wird es immer dann, wenn Keyboard oder Klavier zum Einsatz kommen, was leider viel zu selten der Fall ist. Man muß schön in einer träumersichen Stimmung sein um das Album komplett durchzuhören, doch gerde in diesen Momenten wird man festellen, wie schön die Musik tatsächlich ist. Außerdem möchte ich noch darauf hinweisen, daß der vorletzte Track "Monsoon" ein herausragendend ist!
In einigen Magazinen war vorab zu lesen, das neue Album würde ganz neue Pfade erschließen und wäre rockiger als die Vorgänger. Dies ist, gelinde gesagt, völliger Blödsinn. Daran können auch Gitarre und Bass nichts ändern, wenn sie wie hier, butterweich gespielt werden. Es regiert Melancholie und schöne Lagerfeuer-Romantik aber mit Rockmusik hat das rein gar nichts zu tun! In absehbarer Zeit ist übrigens auch eine Live-EP mit dem Titel "Live From The Solar Powered Plastic Plant" geplant. Darauf sind dann die ersten Live-Versionen von den Songs dieses Albums zu hören ("Adrift, "Enemy", "Hope", "They Do They Don't", "What You Thought You Need"). Anspieltipps: 02. "Sleep Through the Static" 03. "Hope" 06. "If I Had Eyes" 13. "Monsoon" (Gesamtspielzeit: 14 Songs, ca. 51 Minuten) Fazit: Nicht das beste Album von Jack Johnson aber seine Alben sind immer gut und das ist auch diesmal eindeutig der Fall. Nur braucht es bei "Sleep Through The Static" etwas länger, bis man sich so richtig reingehört hat. (dr.öge) Für Fans von: Donavon Frankenreiter, Ben Harper, Matt Costa, G.Love, usw. |
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