.Jonesman "S.J." (Subword / VÖ: 13. Januar 2006)


Stil: Deutscher HipHop

Es ist schon ein paar Tage her, seitdem das Debüt Album des aus Frankfurt-Bonames stammenden MCs und Sängers erschien. Umso mehr ist das Album der beste Beweis, daß man es mit viel Fleiss und Ausdauer nach ganz oben schaffen kann. Früher stand er mit Jeyz und Chan in der Formation Chabs auf der Bühne, mitlerweile konzentriert er sich auf seine eigene Karriere als sehr talentierter Musiker.
Für viele wird Jonesmann durch feature Parts auf diversen Azad und Roy Marquis II Tracks bekannt sein. Was aber kaum einer weiß, der gute Mann ist nicht nur in der Lage ist deepe Texte zu schreiben und zu spitten - nein er ist auch gleichzeitig ein begnadeter Sänger und Songwriter, wer ihn schon mal live gehört hat kann das bestätigen.

Wer jetzt aber glaubt hier mit Balladen penetriert zu werden, den kann ich beruhigen bis auf lediglich zwei Tracks die gänzlich gesungen sind handelt es sich bei der Scheibe um ein reines Hip Hop Album! So hat das Album bis auf seinen alten Homie und Labelchef Azad keine features Parts zu verzeichnen, was aber bei einem Multitalent wie ihm aber auch kein Wunder ist.

Mit dem ersten Track „SJ“ macht er schon mal klar wer der King im Game ist! In diesem Stil gestaltet sich auch track 2 „Bis der letzte Fällt“, in dem er eine Kostprobe seiner Gesangsqualität auffährt. Mit Nummer 3 kommt ein sehr deeper Track der seine Intentionen, warum er Hip Hop macht, klar beschreibt. „Kein Platz“ macht deutlich wer zurück im Bizz ist, dazu fette Hook natürlich von ihm selbst.
Mit „track 5 „Nenn mich Johnes“ kommt ein weiterer Hammer-Track auf der Platte mit fresher Hookline und Jonesman zeigt, daß er ein Pro auf dem Gebiet ist. Track 6 „Der Bär“ ist ein reiner Battletrack der ein weiteres mal beweist, das er auch taktgenaue Doubletimes droppen kann. Mit „Homies“ wird’s wieder ruhiger und nachdenklicher. Ein Track der von Freundschaft handelt.

Kurzer Brake durch einen Skit zur Erholung. Nicht ohne Grund: Den mit Track 9 „Wir klärn des Hier“ feat. Azad wird ein rapbombardement losgelassen, das seinesgleichen erst einmal finden muß, was unter anderem an der unglaublich tiefen heroisch klingenden Stimme Azads liegt und denTrack noch gefährlicher klingen lässt!
Track 10 „Mehr für Mich“ ist auch eher ruhig und beginnt mit einer Liebeserklärung an seine Frau. Track 11 „Der neue Shit“ wieder battle mit bösem Beat, passender, selbst gesungener Hook und Wortwitz. Track 12 „Bruderliebe Pt.3“ ist wohl das persönlichste Stück auf dem Album: Darin geht es um seinen verstorbenen Bruder. „Verlorene Kraft“ ist auch wieder deeper shit. Der Track besteht lediglich aus seiner harten Stimme, kombiniert mit einem Gewittersample im Hintergrund ... unbedingt Auschecken!! In „Brücken“ hagelt es weiter Jonesmann Skills bis zum abwinken.
„Long Island Icetea“ ist einer der wenigen Tracks die nur mit Gesang auskommen, Beat und Stimme harmonieren perfekt, da bleiben keine fragen offen. Mit Track 16 „Der Sodat James Rhyme“ feat. Azad ist ein gutes Beispiel für einen gelungenen Konzepttrack in dem haufenweise Filmtitel verarbeitet wurden. Mit „Fick Dich“ ist noch ein weiterer Burner auf dem Album, der viel Hitpotential hat. Zusammenfassend kann man über das Album nur gutes sagen, schade ist nur das nicht mehrere feature Parts auf dem Album vertreten sind, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Schaut Euch hier das Video zu "Nenn mich Jones" an!

Anspieltipps:
Track 3 „Nachts“
Track 12 „Bruderliebe Pt. 3“
Track 17 „Fick Dich“
Track 16 „Der Soldat James Rhyme“
(Gesamtspielzeit: Songs, Minuten)

Fazit: Von Bonames an die Spitze sollte kein Problem sein, Album mit Hitpotential! (BO)