| .lagwagon - blaze (cd-enhanced / fat wreck chords / vö: 7. April 2003) | ||
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seit über zehn jahren sind lagwagon aus der punk-szene nicht mehr wegzudenken. neben den labelinhabern nofx waren sie das zugpferd von fat wreck chords, doch in der letzten zeit ist es sehr ruhig geworden um die 5 jungs aus kalifornien. während einige bands zwei album-releases im jahr schaffen (zB: weezer, good riddance..), brachten es lagwagon in den letzten 5 jahren nur auf zwei mittelmäßige longplayer. passiv, faul oder ähnliches waren sie in der zwischenzeit jedoch keineswegs, jedes bandmitglied hat einige eigene wünsche verwirklicht und so wurden labels gegründet und in anderen bands ausgeholfen bzw. mitgerockt. dave raun, der für die drums verantwortlich zeichnet spielt nebenbei ja noch bei den me first and the gimme gimmes hin und wieder mit good riddance und joey cape hat mitlerweile sein eigenes label. da tut es mehr als not, daß lagwagon die fans & medien endlich wieder mit neuem studiomaterial auf sich aufmerksam machen, "blaze" war also überfällig. auch wenn sich die punks und fans der 90er mitlerweile sicherlich eine "ersatz-lieblingsband" gesucht haben, wird die neugier auf dieses album trotzdem groß sein und ich kann all diese beruhigen, lagwagon sind nach wie vor first choice wenn es um melody-punk geht. die platte selbst ist sehr gelungen, auch wenn es nicht mehr ganz so heftig zugeht wie zu alten zeiten. schuld daran sind die weniger heftig gespielten gitarren und auch joey cape singt diesmal entspannter denn je, was wohl am stärksten den unterschied zu früheren werken deutlich macht. da der punk sound seit mitte/ende der neunziger nicht mehr gerade im aufschwung ist, mußte man sich wohl anpassen. mehr pop, mehr melodie und mehr soundqualität, sprich aufwendiger produziert als sonst. einige songs erinnern vom instrumental her sogar an placebo, die ja gerade mit ihrem deutlich kommerzieller angelgtem stil auf platz 2 der album-charts stehen. auch bei den songstrukturen sind veränderungen zu erkennen und mir ist kein lagwagon-album bekannt, auf dem es so viele tempiwechsel gibt wie auf "blaze". der song "lullaby" ist jedoch ein perfektes beispiel dafür, daß dieser "neue sound" dem alten lässig das wasser reichen kann, außerdem ist beim song "e dagger" auch endlich mal eine weibliche gastsängerin am start! die neuen lagwagon präsentieren sich deutlich softer als beispielsweise pennywise aber längst nicht so popig wie blink 182. ungewohnt aber gut! anspieltips: 02 e dagger 04 i must be 05 falling apart 11 lullaby (gesamtspielzeit: 14 songs, 42 minuten / extras: 3 videoclips) fazit: lagwagon sind wieder da und wieder gut, zwar etwas softer als gewohnt aber dafür melodisch wie nie. (Dr Öge) |
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