| .Love Trio In Dub feat. U-Roy (Nublu / VÖ: 26. September 2006) | |
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Stil: Downbeat, Reggae, Jazz, Elektro Der alte, mittlerweile 64-jährige Mann links auf dem Cover ist U-Roy (bürgerlicher Name: Ewart Beckford), eine jamaikanische Dub-Legende, die auch auf Spitznamen wie The Originator hört und längst deutlich über 20 Alben rausgebracht hat. Er gehörte etlichen namhaften Soundsystems, wie z.B. King Tubbys Hi-Fi an und arbeitete schon mit fast allen Größen des Dub und Reggae wie Sly & Robbie, I-Roy, King Stitt, Horace Andy, Keith Hudson oder Lee "Scratch" Perry. Zur CD selbst: Sein neuester Streich ist eine Collaboration mit dem Lovetrio (Ilhan Ersahin/Keyboard & Saxophon, Jesse Murphy/Bass, Kenny Wollesen/Drums) auf Nublu Records, außerdem sind Marla Turner und Thor Madsen von den Wax Poetics und Sabina Sciubra von den Brazilian Girls mit am Start um einige Songs gesanglich zu verdeln. Neben den Vocals von U-Roy liegen die Stärken dieses Longplayers in der dezenten Vielseitigkeit, die dafür sorgt, daß das Downbeat-Grundgerüst nie langweilig wirkt. Auf einzigartige Weise fusionieren Dub, Elektro und Jazz auf dieser Scheibe zu einem eigenen, sehr homogenen Sound, der Streckenweise an die unten genannten Artists erinnert und einfach unverschämt smooth ist! Dabei sind es vor allem die Kleinigkeiten, die diesen musikalischen Geheimtip zu einem echten Juwel machen. Wie der gekonnt dezente Einsatz von Bongos, Background-Vocals, Saxophon oder Keyboard. Hier wurde absolut nichts dem Zufall überlassen, denn das Album ist durchgestylt bis in die letzte Note. Den Anfang macht das verspielte "Rock The Rhythm", ein schön relaxter Reggae-Opener, der durchaus gefallen kann aber noch keine echten Überraschungen parat hält. Doch schon im nächsten Stück namens "Hard Livin'" sorgt das lässig eingesetzte Saxophon für überraschte Begeisterung. Das nachfolgende, sehr smoothe "Lover's Rock" erinnert, abgesehen von den Vocals, mit seinen Samples und Echo-Effekten an den Downbeat-Style von Kruder & Dorfmeister. Das nächste Highlight ist ein Instrumental namens "Goth Dub", mit Elektro-Beat, einigen Synthies und einem, erneut sehr gekonnt eingesetzen Saxophon. Zwei reine Reggae-Songs gibt's mit "Shug Shimme and Shake" und "Version Galore" auf die Ohren, beide Songs hätte man auch problemlos auch auf ein U-Roy Soloalbum packen können. Zum Ende hin wird die Scheibe dann immer besser:"Flight in Dub" ist annähernd tanzbar und überaus mitreißend, obwohl es sich natürlich auch hier, wie bei allen Songs, um ein Mid-Tempo Stück handelt. Danach folgt der gleiche Song im Remix, bevor "Deadbeat Knockout" wieder feinsten Downbeat a la K&D mit der sagenhaften Stimme von U-Roy kombiniert, die hier mit viel Hall und Echos deutlich aufgepimp wurde. Das Album schließt mit dem saugeilen "Rub a Dub Style", das dann nochmal alle Styles in einem Stück vereinigt. Hier wird über einen ordentlichen Bass getoastet, gejazzt und sogar textlich auf Drum & Bass Bezug genommen. Anspieltipps: 02. "Hard Livin'" 03. "Lover's Rock" 05. "Goth Dub" 07. "Flight in Dub" 09. "Deadbeat Knockout" 10. "Rub a Dub Style" (Gesamtspielzeit: 10 Tracks, ca. 52 Minuten) Fazit: Lovetrio In Dub feat. U-Roy ist eine verdammt coole Fusion etlicher Stilrichtungen, wird aber wegen des relativ unbekannten Labels auch weiterhin ein absoluter Geheimtip bleiben, denn im Web findet sich fast überhaupt nichts zu diesem sehr fetten Release. Wäre diese Scheibe auf einem Major-Label erschienen, würde sie sicherlich in kürzester Zeit für einige Furore sorgen. Fans der unten genannten Artists werden mit Sicherheit von diesem kleinen Juwel begeistert sein! (Dr.Öge) Für Fans von: Tricky, Kruder & Dorfmeister, Sofa Surfers, Nightmares On Wax, Sly & Robbie |