.maroon 5 "songs about jane" (j records / vö: 08.märz 2004)

die erfahrung, dass der weg zum erfolg lang und mit vielen steinen gepflastert ist, mussten auch die jungs von maroon 5 machen, deren „zweites“ debüt-album "songs about jane" in den usa sogar platin-statuts erreicht hat…

dabei hatte doch alles so gut angefangen für die vier highschool-freunde adam levine, jesse carmichael, mickey madden und ryan usick, die sich als klara’s flower bereits 1995 einen namen gemacht hatten… nach ihrem ersten live-auftritt im legendären "the whiskey" in LA rissen sich die plattenfirmen regelrecht um die vier jungs, die mit ihrem ganz speziellen sound, der irgendwo zwischen pop, punk, surfsound und alternative rock lag, alle anwesenden in seinen bann zog.
nachdem 1997 über reprise records endlich das album "the fourth world“ veröffentlicht wurde, dachte keiner der beteiligten an einen flop, doch hingegen der erwartungen aller, hielt sich die begeisterung für das debüt der vier kalifornier sehr in grenzen. obwohl sie live als vorgruppe von goldfinger und reel big fish die hallen zum kochen brachten, nahm ihr album doch eher den platz des ladenhüters ein.
1999 beschloss die combo aus kalifornien mit dem auslaufen ihrers plattenvertrages zugleich neue wege zu gehen. mickey und ryan blieben in los angeles und adam und jesse zog es in den big apple.
an der ostküste angekommen, stößt adam levine auf den dort zu dieser zeit vorherrschenden musikstil, der sich aus hip hop, r'n’ b, soul, funk, folk und gospel zusammensetzt. adam, der völlig fasziniert von diesem neuen stil ist, schafft es schließlich seine alten bandkollegen wieder zusammen zubringen. des weiteren wurde mit james valentine ein weiterer erstklassiger gitarrenkünstler mit in die combo aufgenommen. dann begann erst mal die experimentelle phase...

nun aber zur cd:
man orientierte sich an den neuen klängen aus new york und versuchte es mit alternative rock zu kombinieren, des weiteren legte man sich den namen maroon 5 zu und suchte sich mit j records ein neues label. 2002 wird in den usa bereits unter neuem namen das album "songs about jane" veröffentlicht, dass nach zwei langen jahren endlich auch den weg nach deutschland geschafft hat…
die ersten zwei songs "harder to breathe" und "this love" sind äußerst rockig sowie groovend und besitzen 100%iges ohrwumpotential, doch danach geht es mit "shiver" schon wesentlich verhaltener zu. mit "she will be loved" folgt eine anschmiegsame, sehr gefühlvolle ballade, mit "tangled" ein wieder etwas rockigerer song. die stücke "must get out“ und "sunday morning" kommen eher soulig daher und überraschen mit viel melodie. als durchaus hörenswert kann noch "the sun" bezeichnet werden, auf dem adam levines gesangskünste zusammen mit stimmigen gitarrenriffs sehr schön zur geltung kommen. spätestens bei den songs "through with you", "not coming home" oder "sweetest goodbye" angelangt, hat man das gefühl, dass jemand das maroon 5-album mit der cd einer schlecht gecasteten boyband ausgetauscht hat.
so unterschiedlich wie die musikstile der songs, ist leider auch die qualität dieses longplayers, sehr durchwachsen eben ...

anspieltipps:
01 "harder to breathe"
02 "this love"
04 "she will be loved"
06 "the sun"
07 "must get out"
(gesamtspielzeit: 12 songs, XX minuten)

fazit: "songs about jane" stellt in allem eine gelungene oder besser gesagt gut hörbare fusion von alternative rock und surfsound mit r 'n’ b-, hip hop-, soul-, funk- und folkelementen dar, die jedoch nach mehrmaligem hören schnell langweilig wird. (nc)