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micky finn’s aufstieg zu ruhm und ansehen in der welt der
elektronischen musik war eine allmähliche entwicklung. in den späten 1960er
jahren als michael hearn geboren, verbrachte finn ziemlich viel zeit seines
„frühen erwachsenseins“ aufgrund von geringer straftaten in gefängniszellen.
als sich micky finn dazu entschließt, sein kriminelles verhalten zu ändern,
fand er sich gerade in einem „frühen versuch“ dabei, musik aus dem radio
auf band aufzunehmen, das moderatoren-gelaber und die werbepausen rauszuschneiden
und seinen eigenes mix-tape daraus zu machen.
in der darauffolgenden zeit, war micky öfters in clubs unterwegs, und
ließ sich von den fähigkeiten, die die djs hinter den turntables an den
tag legten, mitreißen. als micky finn sich eines nachts in einem club
wiederfand, in den paul oakenford platten auflegte, war es zugleich das
erste mal, dass micky finn dem sound von „house“ ausgesetzt war.
hals über kopf verliebt in die „unkonventionelle dance music“, begann
micky finn ende der 1980er jahre (zur zeit der acid house bewegung in
süd-london) selbst platten aufzulegen. zwar legte er zunächst nur zuhause
und nur für sich auf, doch dauerte es nicht lange und man fand micky finn
in clubs londons wieder… aufgrund seiner körperstatur bekam michael
hearn von seinen dj-kumpels ursprünglich den künstler-namen
"mikey thin" verpasst, was sich jedoch im laufe seiner karriere
änderte. aus "mickey thin" wurde (verständlicherweise)
"micky finn"!
"micky finn" hatte sich schnell seinen namen unter den „feiernden“
massen gemacht und so kam es das ihn immer mehr leute live hinter den
turntables erleben wollten. angefangen mit house-scheiben, füllten anfang
der 1990er jahre zur zeit der „dance music evolution“ auch breakbeat,
drum&bass, jungle und techno-scheiben seine plattenkoffer, während micky
finn durch grossbritanien reiste. micky finn war irgendwann als dj so
gefragt, das ihm zwischen seiner auftritte privat jets zur verfügung gestellt
wurden.
niemand hat die drum&bass und jungle szene so beeinflusst wie micky finn,
sein gesicht zählt neben colin faver und paul oakenford zu den „most wanted“
im musik-business, die es geschaftt haben einer musikrichtung ihren stempel
aufzudrücken.
als micky ende letzten jahres mit „the takeover bid part II“ sein bis
jetzt zweites mix-album veröffentlicht hat, hat er bis dahin in weit über
900 städten dieser welt platten aufgelegt und die leute mit seinem „finissm-sound“
glücklich gemacht. auf dem cover seiner neuen cd „the takeover bid part
II“ präsentiert sich micky finn zwar mit neuer kurzhaarfrisur, doch beweisen
die 16 tracks seiner mix-scheibe alte klasse.
ein erstes highlight liefern special k & darren j mit "in &
out", bei dem der versuch mit gesampelten vocals und eine funkigen
baseline zu spielen, recht gut geglückt ist. "when the morning
comes" von micky finn &
l double ist ein energiegeladener d&b track mit immer schnelleren
vocals, der hart an der grenze zu fröhlichem hardcore drum&bass.
ist, aber hammer-gut! für abwechslung ist auch gesorgt, danny c bringt
mit seinem "mexican" einen heißen sowie sexy bossa nova
vibe mit in den mix. doch der in meinen augen absolut beste song auf der
mix-cd ist von dj marky & xrs
feat. stamina mc: ein slammiger jungle beat, fantastische töne,
ein hauch von akustik gitarre und super sanfte vocals von mc-talent stamina
müssten bei "lk (carolina
carol bela)" eigentlich ganz für sich sprechen...
anspieltipps:
05 basic unit - "dub principles"
07 micky finn & l double - "when the morning comes"
10 dj marky & xrs feat. stamina mc - "lk (carolina carol bela)"
14 danny c - "mexican"
(gesamtspielzeit: 16 tracks, 69 minuten)
fazit:
micky finn zählt definitiv zu DEN grössen in der drum&bass und jungle
szene und setzt mit seinem zweiten mix-album “the takeover bid part II”
einmal mehr zeichen, die ganz für ihn sprechen...! eine sehr abwechslungsreiche,
fette d&b scheibe die mir sehr gut gefallen hat. (nc)
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