.Martin Jondo "Rainbow Warrior" (Homeground / VÖ: 02. Mai 2005)

Martin Jondo, Sohn einer Koreanerin und eines deutschen Vaters, begegnetete mit 14 Jahren dem ersten Reggaesong und war sich sofort sicher, dass diese Musik seine Zukunft ist. Mit Trommel oder Gitarre saß er in der Natur, spielte und komponierte selbst, übersetzte englische Texte und befasste sich mit dem Rastafariglauben. Fasziniert von der Message der Rastas spielte er immer weiter und traf 2002 bei einem Konzert in Kiel den beeindruckten Mr. Gentleman. Der Kontakt hielt und Jondo durfte als Merchandiser mit auf die Journey to Jah Tour, um jeden Abend für ein paar Songs mit Gentleman auf der Bühne zu stehen. Äußerst beeindruckt saß der Newcomer nach der Tour ohne Band, ohne Label und ohne Manager wieder in Berlin. Irgendwann entstand der Kontakt zu dem Produzenten Kraans de Lutin, der für die Arbeit mit Mellow Mark bereits ausgezeichnet wurde. Nach einiger Zeit im Studio konnte Martin Jondo die „Rainbow Warrior“ EP in den Händen halten und der Grundstein für eine erfolgreiche Karriere als Reggaeartist war gelegt.

Die EP startet mit dem Titeltrack „Rainbow Warrior“, ein Rootsreggaetune aus Jondos Anfangszeiten. Der Song beginnt mit einem Akustikgitarrensolo und geht dann über in einen intensiven Bass. Dazu die Message vom Kampf für die Liebe und vom Leben in Babylon und der Gute-Laune-Sommertrack ist fertig. „Somehow“, ebenfalls Rootsreggae, diesmal sind im Hintergrund auch Jondos Backgroundsängerinnen zu hören und der Text lässt an Gesellschaftskritik nichts zu wünschen übrig: „satan is living in dem corrupted minds and evil seed dem a go plant after dem brainwashed your mind downtown every corner is a dangerous zone barking people with high fever out of control.“
„Rootboy“ kommt dann mit eigenem Introtrack daher, welcher irgendwie nach einer kaum nachbearbeiteten Studioprobe klingt. Umso schöner ist dann der Übergang zum Rootboy Hauptteil und einem anspruchsvollen Chorus. Zum ersten Mal zeigt Jondo hier seine Verbundenheit zum HipHop. „Raindrops“ ist wieder ein schöner Rootstune, Bläser verfeinern den Chorus und allgemein wird trotz der traurigen Message Partystimmung vermittelt. „You“ ist in der Akustikversion vertreten. Jondos Stimme und nichts als Gitarrensound, ein schlichtes, mal ruhiges und mal schnelles Loblied auf Mutter Erde. Im weiteren ist noch die Seoul-Mix Version von "Raindrops" und der "Warrior Dub" von Rainbow Warrior vertreten.


Anspieltipps:
01. "Rainbow Warrior"
03. "Rootboy (Intro)"
04. "Rootboy"
06. "You"
(Gesamtspielzeit: 8 Tracks, ca. 26 Minuten)

Fazit: Tolle CD wenn auch etwas kurz! Ist ganz im Stil von "Echo And Smoke" gehalten und ist einfach schön anzuhören. Mit den beiden Mixversionen am Ende kann ich allerdings nicht viel anfangen. (Moe)

Für Fans von: Gentleman, Bob Marley, Sam Ragga Band