.Mongrel "Speak Resistance" (Long Beach Records / VÖ: 01. Oktober 2006)


Stil: schneller, harter Punkrock mit einigen Überraschungen

Bei Mongrel handelt es sich um eine 4 Mann Kombo aus München, die sich 1998 zum gemeinsamen musizieren zusammenfanden. Ihr erstes Album „Sons of decreasing evolution“ wurde 2001 aufgenommen. Nachdem die Band Long Beach Records als Partner für sich gewinnen konnte sind Mongrel in den USA eine feste Größe. Mit dabei ist Gernot Krebs am Bass, der ausserdem noch als Chef von Long Beach Records Europe arbeitet. Stephan Suske sitzt hinterm Drumset und Max Krach sowie Tobi Weber spielen Gitarre und sind wie Gernot übrigens auch für den Gesang zuständig.
Durch den Kontakt in die USA konnten 2 US Touren sowie Konzerte mit Pennywise, Anti Flag, The Distillers oder Good Riddance auf die Beine gestellt werden. Nach diesem Programm verwundert es nicht, dass die erste Platte bereits ausverkauft ist und zur allgemeinen Freude schon der zweite Longplayer unter Long Beach Records Europe sowie Fond of Life Productions seit wenigen Tagen im eurem Recordstore steht.

Mit "Speak Resistance" präsentiert uns die Band eine seltene Mischung aus Hardcorepunk mit Einflüssen aus der Skaszene. Die Platte wechselt ständig zwischen Hardcoreelementen, treibendem Punk, eingänigen Melodien und melodischem Gesang. Titel wie “Scared of what I see” oder “Barcode on my chest” machen sofort deutlich, dass es sich bei Mongrel mal wieder um Jungs mit politisch wertvoller Message handelt. Mongrel sprechen sich eindeutig gegen nichts sagenden Spaß-Punk aus und brettern mit ihrer Gesellschaftskritik Highspeed vorwärts. Während Track 1 “Chosen Ones” eher zur Hardcorepunk Rubrik inclusive Double Base des Drummers zählt, ist Track 4 “Hands before our Eyes” eine melodische Punkballade. “Welcome the Changes” überrascht durch Skaklänge während es der Melodie an fröhlichem Punk nicht fehlt. “The Warning” stellt kritische Fragen: “...you don't know the length of the seven-day-war but you know who I am cause my hair's not styled?”
“Coming Home Soon” wird wiederrum von melodischen Gitarren-Klängen eingeleitet und fährt diese ruhige Schiene bis zum Ende des Tracks welches fast an Lagerfeuerstimmung erinnert. Auch der Gesang ist diesmal der Stimmung entsprechend wenig punkig.
“Shut the fuck up” sorgt für noch mehr erstaunen. Man hört nämlich tatsächlich eine ruhige Klaviermelodie. Irgendwann ist's aber auch genug mit der Melodik und es setzt übergangslos der bekannte Hardcorepunk ein. Die letzten Tracks gehen ein wenig in die Skatepunkrichtung wobei hier die Hardcoreelemente ein Bisschen fremd wirken.

Mongrel sind zur Zeit auf Deutschland-Tour, hier die Tourdates!

Anspieltipps:
01. Chosen Ones
06. Welcome the changes
11.Coming home soon
12. Shut the fuck up
(Gesamtspielzeit: 15 Tracks, 49:45 Minuten)

Fazit: Nach langer Zeit hab ich mit Mongrel mal wieder richtig guten Punk gehört. Mir gefallen besonders die Hardcore- und Skaeinflüsse. Auch die Balladen sind musikalisch richtig gut umgesetzt (was Punkbands nicht immer gut gelingt) während der größte Teil an Songs einfach nur hammerhart vorwärts geht. Von vorne bis hinten eine sehr schöne Platte! (Moe)

Für Fans von: Pennywise, Good Riddance, The Lawrence Arms