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Nikola Sarcevic kann mittlerweile auf eine lange
und erfolgreiche Karriere als Musiker zurück blicken, so veröffentlichte
er bislang sechs Alben & einige EPs/Split-Singles als Sänger
der Band Millencolin
und ein Soloalbum. Diesem Soloalbum „Lock
Sport Krock“ lässt er nun seinen zweiten Solostreich
mit „Roll Roll And Flee“ folgen.
Während Millencolin eher die raue rockigere Seite von Nikola zu Tage
fördert, zeigt er auf den Soloalben doch immer dass er noch weit
mehr kann als Punkrock. Seine Soloalben bringen bislang immer einen etwas
melancholischen, Country-orientierten, Folk- und Blues-Sound unter das
Folk. Schön wenn man so open minded an Musik herangehen kann.
Wie schon das Debut von Nikola erscheint auch diese Scheibe wieder beim
Stammlabel Burning Heart, vielleicht ist das auch der Grund warum die
neue CD auf‘s erste Hören der letzten Soloscheibe so ähnlich
klingt. Singer-Songwriter im Folkbereich zu sein ist halt auch nicht ganz
einfach und mit wirklichen Innovationen lässt sich da nicht glänzen.
Die Verbesserungen liegen im Detail, in den Texten, den kleinen aber gezielten
Einsätzen von Instrumenten, wie z.B. der Mundharmonika und dem durchweg
homogenen Sound der Scheibe.
Neun Musiker hat sich Sarcevic ins Studio geholt um mit ihnen gemeinsam
seinen besonderen Sound auf „Roll Roll And Flee“
einzuspielen. Manche alte Bekannte des letzten Soloausflugs sind auch
diesmal wieder auf der CD zu finden, zum Beispiel Fredrik Sandsten (Drummer
von Soundtrack of out Lives) oder auch Henrik Wind. Der Sound wirkt diesmal
etwas abwechslungsreicher und überraschender als auf dem Vorgänger,
so kommen beim grandiosen "Let me in" auch Bläser
zum Einsatz und machen den Song zu etwas Unerwartetem. Insgesamt werden
Piano-, Mandoline-, Gitarren- und Banjo- (Countrystyle) Klänge mit
schönen Geschichten versehen und hier und da auch mal rockiger vorgetragen,
„Tybble Skyline“ ist da ein schönes Beispiel,
auch wenn es inhaltlich um einen Selbstmord geht. Der Opener "From
where i'm standing" lässt von endlos tiefer Entäuschung
über ein Leben hören und in „Love is trouble“
geht‘s über die schlechten Seiten der Liebe - „...
everything i learn i seem to learn it through pain..“. Melancholisch,
gefühlvoll und schön vorgetragen. Eine sehr gute CD für
die ruhigeren Tage im Leben!
Anspieltipps:
01. „Where I‘m Standing“
03. „ Let me in“
09. „Thin air“
(Gesamtspielzeit: 11 Songs, ca. 34 Minuten)
Fazit: Der perfekte
Herbstsoundtrack! Angenehm, abwechslungsreich und kurzweilig klingt das
neue Album, welches mich aber erst nach mehrmaligem hören wirklich
zu begeistern wusste - dann aber richtig, denn nach und nach erkennt man
n die anfänglich vermeintlich fehlenden Hits. Einfach nur gut, von
Anfang bis Ende! (MC)

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