.No Use For A Name "All The Best Songs" (Fat Wreck / VÖ: 06. Juli 2007)

Stil: Skatepunk / Melodycore
Format: CD

Eigentlich muß man eine Band wie No Use For A Name (kurz: NUFAN) nicht weiter vorstellen aber die jüngere Generation ist vielleicht noch nicht auf das energiegeladene Quartett aus Schweden gestoßen und vor allem den Snow- und Skateboardern kann ich dieses Best-Of wirklich wärmstens empfehlen!

Die Band wurde 1987 gegründet und wir von der Ozelot Crew lernten den Sound von NUFAN Anfang der 90er, nach ihrem wechsel von New Red Archives zu Fat Wreck kennen und lieben. NUFAN machen diese typischen Pusher-Songs, wie die Snowboarder es nennen, melodisch aber mit schneller, pushender Basedrum und ordentlichen Gitarrenriffs, dazu der schöne aber überwiegend softe Gesang von Tony Sly, der niemals in Geschrei oder Emo abdriftet! Schon früh wurden die Songs der Band in vielen Skate- und Snowboard-Videos gefeatured und so wurden auch wir damals auf die Band aufmerksam. Mit Titeln wie "The Daily Grind" oder "Feeding The Fire" avancierten die vier Amis zu den Lieblingen der Skate- und Snowboardszene und es gibt nur wenige Punkbands, die so konstant gute Alben auf den Markt gebracht haben wie NUFAN. Daher werden sie auch stets in einem Atemzug mit No Fun At All, NOFX, Bad Religion, Lagwagon oder Millencolin genannt. Dieses Jahr feiert die Combo 20-jähriges Bandjubiläum und passend dazu kommt dieses richtig geiles Best-Of Album in die Läden.

Zur CD selbst: Von den sechs, bisher bei Fat Wreck erschienen Studioalben haben es jeweils 3-5 Songs auf diese Zusammenstellung geschafft. Die Band, das Label, Fat Mike oder wer auch immer, hat bei der Auswahl der Songs ein gutes Händchen bewiesen und so ist "All The Best Songs" ein Album, das man immer wieder gerne hören wird. Wie bereits zu erwarten war, folgt mit Stücken wie "Dumb Reminders", "Soulmate", "Black box", "The daily grind", "Feeding fire" oder "On the outside" ein Knüller auf den nächsten und der alte Punkrock-Style wechselt sich gekonnt mit den neuen, poppigeren Songs wie z.B. "For Fiona" vom aktuellen Studioalbum "Keep Them Confused" ab. Ohrwurm-Refrains, geniales Songwriting und die Gesangskünste von Tony Sly sind die absoluten Stärken der Band. Der unverwechselbare Stil ähnelt überwiegend dem von No Fun At All, erinnert stellenweise aber auch an Bad Religion ("Straight from the jacket") oder Bad Astronaut ("For Fiona"). Eigentlich ist es ein Stil, der eine breite Zielgruppe haben sollte und daher rate ich Euch innigst, mal in das Album reinzuhören, gerade dann, wenn Ihr bisher noch nie von No Use For A Name gehört habt - Ihr verpaßt da was!

Wer es vom Tempo her lieber etwas schneller mag, der sollte das "Live In A Dive"-Album von NUFAN mal aus auschecken und ganz besonders die Version von "On The Outside".

Mit Insgesamt 26 Stücken auf 72 Minuten erübrigt sich die Frage nach dem Preis/Leistungsverhältnis und ein Pflichtkauf ist diese CD für Alle, die bisher nicht mehr als ein Album der Band besitzen ... darüber sind mit "History defeats" und dem Akkustikstück "Stunt double" auch zwei nagelneue Songs mit auf diesem Best-Of, sozusagen als zusätzlicher Kaufanreiz für für Fans, deren NUFAN-Sammlung schon komplett ist.

Anspieltipps:
01. "International you day"
03. "Coming too close"
05. "Dumb reminders"
08. "On the outside"
14. "Black box"
16. "Straight from the jacket"
17. "Any Number Can Play"
18. "For fiona"
19. "The daily grind"
21. "Feeding fire"
(Gesamtspielzeit: 26 Songs, ca. 72 Minuten)

Fazit: Eine Hammerscheibe, die jeder Punker und ganz besonders jeder Skate- & Snowboarder unbedingt im Regal oder noch besser durchgehend im Player haben sollte! Ein heißer Anwärter auf das Album des Monats im Juli. (Dr.Öge)

Für Fans von: No Fun At All, Bad Religion, Bodyjar, Good Riddance, Lagwagon, Millencolin, Pulley, Offspring, NOFX, etc.