.No Use For A Name "Keep Them Confused" (Fat Wreck / VÖ: 13.Juni 2005)

Stil: Punkrock & Melodycore
Format: CD

bis vor kurzem war nur eine EP mit dem namen "black box EP" als nächster release von nuo use for a name angekündigt, nun ist aber überraschenderweise doch ein komplettes album draus geworden, daher vielleicht auch der name "keep them confused".

no use for a name sind nun offiziell volljährig, weil gegründet 1987 und jetzt seit 18 (!) jahren im geschäft! herzlichen glückwunsch möchte man da sagen oder danke für all die guten platten.
gegründet wurde die band seinerzeit von den kaliforniern tony sly (guitar & vocals) & rory koff (drums), die auch heutzutage noch den ton angeben. der rest der band hat seit damals mehrfach gewechselt, chris shifflet wanderte ab zu den foo fighters, er wurde durch dave nassie den heutigen gitarristen ersetzt. am bass ist mittlerweile matt riddle tätig.
das letzte studioalbum "hard rock bottom" liegt zwar schon eine weile zurück (2002), doch die wartezeit wurde ja durch das split album von joey cape & tony sly namens "accoustic" angenehm verkürzt.
zur CD selbst:
die arbeit an diesem accoustic-album ist jedoch nicht ohne einfluß auf tony sly und die band geblieben und so klingt auch "keep them confused" wesentlich akkustischer & vocal-lastiger. die lyrics geben den ton an, die instrumente begleiten absolut clean, vorbei ist der dreckige funpunksound der alten alben.
auch textlich sind die jungs nicht mehr so unbedarft wie früher. auf dieser platte drehen sich die themen zumeist um (gescheiterte liebes-)beziehungen und politisch wird es hier und da auch, wie z.b. beim busk-kritischen "it's tragic".
der erste song der platte "part two" ist direkt ein guter einstieg und spätestens bei "for fiona" werdet ihr wissen, ob das hier eine scheibe für euch ist die euch gefällt oder eben nicht. mir gefällt die scheibe übrigens 1A, was hier ja auch mal erwähnt werden muß. vom push-faktor her (z.b.zum skaten/snowboarden) haben n.u.f.a.n. zwar ein wenig nachgelassen, rein musikalisch gesehen haben sie aber einen großen schritt nach vorne gemacht!
ein ganz softer, schöner song, der auch ohne weiteres auf das oben angesprochene accoustic-album gepaßt hätte, folgt mit "divine let down". weitere entspannte higlights folgen mit "black box" und "apparition"
daß die jungs aber auch noch richtig gut rocken können, stellen sie mit "check for a pulse", "bullets" und "killing time" unter beweis, bei denen man an alte zeiten bzw. alben der band erinnert wird.
im übrigen hat die scheibe ein cooles cover und inlay mit allen texten (so muß es sein ...) und ist ein ganz klarer kauftip, vor allem für liebhaber von textlastigem melodycore!

Anspieltipps:
03 "for fiona"
04 "check for a pulse"
06 "black box"
07 "bullets"
09 "apparition"
11 "killing time"
12 "slowly fading fast"
(Gesamtspielzeit: 13 Songs, ca.35 Minuten)

no use for a name sind zur zeit auf europatour und die genauen daten findet ihr hier!
hier gibt's übrigens eine n.u.f.a.n. e-card zum verschicken und das video zum song "for fiona".

Fazit: die vierköpfige skatepunkcombo aus san jose ist erwachsen geworden und präsentiert ein sehr melodisches werk mit tiefgründigen texten und sehr guten songs. (dr.öge)

Für Fans von: Pulley, No Fun At All, Lagwagon, Millencolin, Joey Cape & Tony Sly