| .The Offspring "Rise And Fall, Rage And Grace" (Sony BMG / Columbia / VÖ: 16. Juni 2008) | |
Stil: Punkrock Format: CD
Zur CD selbst: Boah, was bin ich enttäuscht von
dieser Scheibe. Keine Ahnung was sich die Jungs dabei gedacht haben, oder
was aus denen geworden ist, aber mit den alten Sachen hat das nicht mehr
viel zu tun. Was noch daran erinnert ist allem voran der Sound und dann
noch ein paar Texte. Der Rest ist ideenlos, klingt dahergeklimpert und
scheint so als hätten die vier Herren kein grosses Interesse mehr
an Punkrock. Spätestens bei Track 03 ist alles vorbei. Hier finden
sich doch tatsächlich drei Lieder, die ich konstant skippe, weil
ich sie gar nicht hören kann! Und da gehört “You're Gonna
Go Far, Kid” noch nicht einmal dazu!!! Ich will hierbei nicht verschweigen,
dass The Offspring immer noch ein richtig gutes Gefühl für Melodien
haben! Viele davon kann man sich richtig schön anhören. Aber
die könnten bis auf wenige Ausnahmen auch im Top-40 Radio laufen.
Werden sie auch. Wie man so etwas wie “A Lot Like Me” verbrechen
kann, will mir gar nicht einleuchten. Wenn es irgendjemanden gibt, der
über 14 Jahre alt ist und dieses Lied gut findet, dann schreibt mir!
Kleinere, aber leider unbedeutsame Lichtblicke sind nur vereinzelt auf
“Rise And Fall, Rage And Grace” zu finden. Dazu gehört
auch die aktuelle Single “Hammerhead”, die vor allem von den
Gitarrenriffs lebt. Was ist eigentlich mit Noodles passiert? War er nicht
immer die Garantie dafür, dass die Band sich nie weit von “Smash”
entfernen wird? Anscheinend nicht! Mein persönlicher Höhepunkt
der deprimierenden knapp 45 Minuten ist “Stuff Is Messed Up”.
Da stimmt dann fast wieder alles. Vor allem der Solopart von Mister Dexter
Holland ist echt gelungen und macht Spass. Leider nur kurz. Insgesamt
klingt das Ganze wie Offsprings Versuch ein eigenes “American Idiot”
zu produzieren, und der ist mächtig misslungen. Hört euch mal
nacheinander Green Days “When September Ends” und dann Offsprings
“Fix You” an! Und? Merkt ihr was? Um das jetzt nicht all zu
negativ ausfallen zu lassen (immerhin haben wir es hier prinzipiell mit
einer richtig guten Band zu tun) sei noch gesagt, dass die Texte größtenteils
noch gefallen und dass einige schöne melodische Momente zu finden
sind. Von denen kann allerdings keiner wirklich mitreissen und das ist
neben den Skip-Tracks das Hauptproblem. |
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