.Only Crime "Virulence" (Fat Wreck / VÖ: 22. Januar 2007)


Only Crime können auf eine typische Bandgeschichte zurückblicken. Sänger Russ Rankin und Gitarrist Aaron Dalbec hatten Anfang 2003 Lust auf einen neuen Sound, suchten und fanden zudem noch Zach Blair, Bill Stevenson und Doni Blair um die Band abzurunden und schon waren Only Crime gebohren. Nach ersten Studioaufnahmen standen 2004 einige Konzerte in den USA und Kanada, unter anderem mit den Dropkick Murphys im Terminplaner. Dank dem wachsenden Ruhm waren die Verträge nicht weit und so kamen Only Crime bereits im Frühling 2004 bei Fat Wreck Chords unter. Es folgten Konzerte u.a. mit Avail und Rise Against, danach stand 2005 die Fat Wreck Japanese Tour mit Lagwagon und die Deconstruction Tour durch Europa mit den Mad Caddies, Boy Sets Fire und Strike Anywhere an. Ihr erster Longplayer „To The Nines“ kam bereits im Juli 2004 in die Plattenläden und klang noch ein Wenig nach dem Sound, den die Musiker mit ihren voherigen Bands Good Riddance, Bane, Armstrong und anderen spielten.

Zur CD selbst: Anfang 2006 waren dann die 12 Songs für den zweiten Longplayer "Virulence" im Kasten. An sich ist die Scheibe nicht wirklich etwas weltbewegend Neues. Only Crime präsentieren uns aggressiven Punk mit deutlichen Hardcoreeinflüssen (kein Song ist länger als 3 Minuten). Die melodischen Sequenzen kommen auch nicht zu kurz wobei Drumms, Bass und Giatarren von Anfang an ordentlich Tempo vorgeben und sich in ruhigem Tempo fast unwohl zu fühlen scheinen. Only Crime liefern einen in sich geschlossenen Sound und auch das gute Zusammenspiel lässt keine Wünsche beim anspruchsvollen Punker offen. Tracks die wirklich rausstechen sind „In Your Eyes“ auf Grund seiner kurzen und stressigen 38 Sekunden und „This Is Wretched“ als kaum harmonische Ballade mit pompösen Instrumentalparts.


Anspieltipps:
01. "Take Me"
09. "This Is Wrechted"
(Gesamtspielzeit: 12 Songs, 28 Minuten)

Fazit: Ich fühle mich bei "Virulence" wegen der Melodien sowohl an Skatepunk als auch an Boy Sets Fire erinnert. Irgendwie mixen sich die Jungs nen eigenen Stil zurecht, der musikalisch mit den großen der Punkszene mithalten kann. Mir persönlich fehlt ein Bisschen dass melodiöse wie bei Love Equals Death bzw. das trashige von Anti Flag. Ist für Fans von Pipedown oder Red Lights Flash aber genau richtig! (Moe)

Für Fans von:
Good Riddance, Pipedown, Red Lights Flash, Boy Sets Fire, Strike Anywhere