| .P.O. Box "... and the lipstick traces" (Long Beach / VÖ: 02. November 2007) | |
Stil: Skacore Format: CD Das kalifornische Label Long Beach Records ist seit langem bekannt für diesen smoothen Mix aus Rock, Punk, Reggae, Ska und Dub - dem Long Beach Sound eben, der in den 90ern durch Bands wie Sublime, The Ziggens oder den Long Beach Dub Allstars bzw. Long Beach Shortbus weltweite Beliebtheit erlangte. Seit drei Jahren gibt es nun auch Long Beach Records Europe mit Sitz in München. Der europäische Ableger von Long Beach Rec dient dazu, die amerikanischen Bands bei uns zu promoten und hiesige Bands zu fördern, soweit sie in's Konzept passen. Mit The Bandgeek Mafia, 3rd Alley, Mongrel, Gluefactory und Frank and his Skunk Allstars hat man mittlerweile einen soliden Artistroster geschaffen. Neu dazugestoßen sind die franzosen von P.O. Box, die mit "... and the lipstick traces" auch gleich ihr neuestes Album auf LBR Europe veröffentlichen. Obwohl die Band schon über fünf Jahre erfolgreich existiert, sind deren bisherigen drei Alben an uns vorbei gegangen, was in Zukunft wohl nicht mehr passieren wird, LBR Europe sei Dank! Zur CD selbst: Was braucht jedes gute Album, um sich beim Konsument Gehör zu verschaffen? Richtig, einen hammermäßigen Opener und den haben P.O. Box mit "Death Prmoises Me A Better Place" auch drauf. Schneller Ska-Punk, mitreißend und vielseitig mit Bläsern, fetten Gitarrenriffs und gutem Gesang. Das geht mitten in die Fresse und läßt keine Fragen offen! Fans der unten genannten Bands werden beim Reihören an der Ladentheke vielleicht schon jetzt die Geldbörse zücken, um das Album gierig in Empfang zu nehmen ... doch wir hören zunächst weiter. Schnell wird klar, daß P.O. Box das gesamte Programm des Skapunk erstklassig beherrschen. Der Stil variiert von pushendem Punkrock über Screamo und Singalong bis hin zu fröhlichem Ska, leichten Swing-Einflüssen und einigen ruhigeren Parts. Für Tempiwechsel haben die fünf Jungs aus Nancy ebenfalls ein gutes Händchen und machen das Album so zu einem Vorzeige-Exemplar des Genres. Wie man an den Songtiteln unschwer erkennen kann, sind die Lyrics durchgehend in englisch gehalten, französische Texte muß man hier nicht ertragen und das ist auch gut so! Viele der 13 Songs sind, wie im Skacore üblich, politisch motiviert, dazu aggrressiv und schnell, wie der Opener oder "God Blasts America". Der für uns beste Song des Albums macht da allerdings eine Ausnahme. Das geniale Midtempo-Stück "Music Has Taken A Backseat To Haircuts" überzeugt mit seichtem Bläsersound, sanften Offbeat-Gitarren und dem gefühlvollen Gesang von Leadsäger Seb. Hinzu kommt der wunderbar ironische Text, in dem es um den heute vorherrschenden Vermarktungswahnsinn geht, bei dem das Image wichtiger ist als die Musik selbst. Botschaft des Tracks: Be Yourself! Da können wir natürlich nur zustimmen ... Das Album hat noch einiges mehr zu bieten als angesprochen und hält diverse Überraschungen bereit, wie eine z.B. eine schöne Piano-Ballade, die sich als Hidden Track hinter dem letzten Song versteckt. Ein Longplayer, den ich vor allem den Skate-, Snow-, Surf- und Wakeboardern sehr empfehlen kann! Natürlich auch jedem sonst ... Anspieltipps: 02. "Death Prmoises Me A Better Place" 05. "Music Has Taken A Backseat To Haircuts" 06. "Chalk It Up To Experience" 12. "Bully" 13. Hidden Track (Gesamtspielzeit: 14 Songs, ca. 35 Minuten) Fazit: Genau das richtige Futter für Euren MP3-Player beim ersten Powderrun der Saison ... Fans der nachfolgend genannten Bands sind bei diesem französischen Postfach ebenfalls an der richtigen Adresse angekommen! (dr.öge) Für Fans von: Mad Caddies, NOFX, Less Than Jake, Mighty Mighty Bosstones, Slightly Stoopid, The Movement, CIV, usw. |
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