.Propagandhi - "Potemkin City Limits" (Fat Wreck / VÖ: 17.10.2005)




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Nach über 4 Jahren Wartezeit ist es nun also endlich da: das neue Album von Propagandhi!
Propagandhi - das weckt Gedanken an diesen einen richtig geilen Abend im Fuldaer Kreuz anno Herbst 2001. Ich weiß nur noch, dass es unglaublich heiß war und das Konzert sicherlich nicht das schlechteste war, was ich bisher erlebt habe.

Vielleicht ist die Band nicht unbedingt jedem ein Begriff, deshalb nun ein kleine Einführung: Gegründet wurde diese kanadische Punk-Band im Jahre 1986, ihr erster Longplayer „How to clean everything“ (sollte man unbedingt haben!!!) erschien im Jahre 1993 auf Fat Wreck Chords.
“Potemkin City Limits“
ist ihr inzwischen vierter Release auf diesem Label. Die Combo besteht aus drei Mitgliedern: Glen – Voice & Guitar / Jord – Drums / Todd – Voice & Bass. Dabei sollte erwähnt sein, dass Gründungsmitglied Chriss Hannah die Band 2003 verlies und durch Glen Lambert ersetzt wurde.

Bei Propagandhi stand neben der Musik oft eine Aussage im Mittelpunkt, die sich durch ihre oft kritischen und provokanten Texten stets zum Ausdruck bringen. So stehen politische Themen nicht selten im Vordergrund. Manch einer mag sagen die Texte haben einfach mehr Inhalt als die anderer Punkbands heutzutage, was sicherlich nicht verkehrt ist. Wie man jedoch dazu steht, sollte jeder selbst entscheiden.
Ihr Stil ist etwas härter, schneller und nicht zuletzt erwachsener als der vieler anderer Fat Wreck Bands, was durch ihr letztes Album „Today´s Empires, Tomorrow´s Ashes“ zementiert wurde.

Dieser Stil wird auf „Potemkin City Limits“ konsequent fortgesetzt, das Album ist nicht gleich zugänglich und die Songs gehen auch nicht sofort ins Ohr aber man sollte nach dem ersten Hören nicht gleich aufgegeben. Propagandhi hat hier wirklich ein gutes modernes Punk-Album hingelegt, was sich positiv von anderen Rock-Produktionen absetzt.
Die Songs überzeugen durchweg durch Power und ein ewig treibendes Schlagzeug, was der ganzen Sache den nötigen Drive verleiht. Der Gesang ist hart und rau, endet aber selten in Geschrei. Wobei natürlich hier zwischen den beiden Sängern unterschieden werden muss. Die Songs sind hart und schnell, driften aber keineswegs Propagandhi in die Hardcore-Schiene ab. Melodien kommen auch nicht zu kurz, stehen aber doch im Hintergrund und tauchen eher bei den ruhigen Parts, der oft durch Tempi-Wechsel auffallenden Songs, auf. „Potemkin City Limits“ überzeugt ohne wirklich zu glänzen, textlich wie immer provokant und kritisch – musikalisch ein positiver Stern am heutigen Punk-Himmel, der ja leider immer mehr von Einheitsbrei geprägt wird.

Anspieltipps:
1. A speculative fiction
2. Fedallah's hearse
6. Die Jugend marschiert
(Gesamtlaufzeit: 12 Songs / 41 Minuten)

Fazit: Propagandhi´s „Potemkin City Limits“ ist eine glatte zwei und die Band untermauert, dass sie die eine, etwas andere Fat Band ist, die nicht die heutzutage typischen Punk Schemen in ihren Songs verwenden. Nach Nofx wohl die beste Band im Fat Roster. Sofort Anhören! (Schidler)