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Nach über 4 Jahren Wartezeit ist es nun also
endlich da: das neue Album von Propagandhi!
Propagandhi - das weckt Gedanken an diesen einen richtig geilen Abend
im Fuldaer Kreuz anno Herbst 2001. Ich weiß nur noch, dass es unglaublich
heiß war und das Konzert sicherlich nicht das schlechteste war,
was ich bisher erlebt habe.
Vielleicht ist die Band nicht unbedingt jedem ein Begriff, deshalb nun
ein kleine Einführung: Gegründet wurde diese kanadische Punk-Band
im Jahre 1986, ihr erster Longplayer „How to clean everything“
(sollte man unbedingt haben!!!) erschien im Jahre 1993 auf Fat Wreck Chords.
“Potemkin City Limits“ ist ihr inzwischen vierter Release
auf diesem Label. Die Combo besteht aus drei Mitgliedern: Glen –
Voice & Guitar / Jord – Drums / Todd – Voice & Bass.
Dabei sollte erwähnt sein, dass Gründungsmitglied Chriss Hannah
die Band 2003 verlies und durch Glen Lambert ersetzt wurde.
Bei Propagandhi stand neben der Musik oft eine Aussage im Mittelpunkt,
die sich durch ihre oft kritischen und provokanten Texten stets zum Ausdruck
bringen. So stehen politische Themen nicht selten im Vordergrund. Manch
einer mag sagen die Texte haben einfach mehr Inhalt als die anderer Punkbands
heutzutage, was sicherlich nicht verkehrt ist. Wie man jedoch dazu steht,
sollte jeder selbst entscheiden.
Ihr Stil ist etwas härter, schneller und nicht zuletzt erwachsener
als der vieler anderer Fat Wreck Bands, was durch ihr letztes Album „Today´s
Empires, Tomorrow´s Ashes“ zementiert wurde.
Dieser Stil wird auf „Potemkin
City Limits“ konsequent fortgesetzt, das Album ist nicht
gleich zugänglich und die Songs gehen auch nicht sofort ins Ohr aber
man sollte nach dem ersten Hören nicht gleich aufgegeben. Propagandhi
hat hier wirklich ein gutes modernes Punk-Album hingelegt, was sich positiv
von anderen Rock-Produktionen absetzt.
Die Songs überzeugen durchweg durch Power und ein ewig treibendes
Schlagzeug, was der ganzen Sache den nötigen Drive verleiht. Der
Gesang ist hart und rau, endet aber selten in Geschrei. Wobei natürlich
hier zwischen den beiden Sängern unterschieden werden muss. Die Songs
sind hart und schnell, driften aber keineswegs Propagandhi in die Hardcore-Schiene
ab. Melodien kommen auch nicht zu kurz, stehen aber doch im Hintergrund
und tauchen eher bei den ruhigen Parts, der oft durch Tempi-Wechsel auffallenden
Songs, auf. „Potemkin City Limits“ überzeugt
ohne wirklich zu glänzen, textlich wie immer provokant und kritisch
– musikalisch ein positiver Stern am heutigen Punk-Himmel, der ja
leider immer mehr von Einheitsbrei geprägt wird.
Anspieltipps:
1. A speculative fiction
2. Fedallah's hearse
6. Die Jugend marschiert
(Gesamtlaufzeit: 12 Songs / 41 Minuten)
Fazit: Propagandhi´s
„Potemkin City Limits“ ist eine glatte zwei und die
Band untermauert, dass sie die eine, etwas andere Fat Band ist, die nicht
die heutzutage typischen Punk Schemen in ihren Songs verwenden. Nach Nofx
wohl die beste Band im Fat Roster. Sofort Anhören! (Schidler)

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