.Reel Big Fish - "Cheer Up!" (Jive / VÖ: August 2003)

Stil: Funpunk / Ska
Format: CD

Vier lange jahre ließen reel big fish ihre fans warten, bevor sie sich nach einigen bandveränderungen wieder ins studio begaben um einen würdigen nachfolger für "why do they rock so hard?" aufzunehmen. Aus huntington beach/ kalifornien stammend, nahmen RBF mitte der neunziger jahre ihre musikalische zukunft selbst in die hand und veröffentlichten das album "Everything Sucks" in Eigenproduktion. dann geschah das, was zunächst keiner glauben wollte, das selbstproduzierte album verkaufte sich so gut, dass das major-label mojo records auf die orange county boys aufmerksam wurde...
mojo nahm die punk-ska combo schließlich unter vertrag u veröffentlichte 1996 deren eigentliches debüt-album "turn the radio off", dass in den staaten sogar gold-status erreichte. 1998 folgte auf mojo mit "why do they rock so hard?" ein weiteres album-highlight des genres ska-punk, 2001 wechselten RBF das label, bei jive records veröffentlichten sie im darauf folgenden jahr mit "cheer up!" ihr viertes eigentliches und drittes kommerzielles album.

Zur CD selbst: Auf ihrem aktuellen Album „cheer up!“ bleibt der ausgiebige einsatz von blasinstrumenten sowie der mehrstimmige gesang zentrales element fast aller songs. jedoch schlagen die sechs jungs aus huntington beach rockigere wege ein und zeigen, dass sie nicht nur ska-punk spielen können. zwar ist der klassische ska-vibe auf dem kompletten album zu hören, doch scheint dieser neu überarbeitet zu sein. neben dem deutlich größeren einfluss von rockigen songs wie "where have you been", "dateless losers" oder "rock n roll is bitchin" ist in allem noch wesentlich mehr gitarre mit im spiel…
dass die meisten der songs von traurigen themen, wie gescheiterten liebesbeziehungen oder personen mit wenig selbstbewusstsein handeln, spielt für die musik insgesamt keine rolle, da reel big fish es einmal mehr verstehen alles auf ihre typisch spaßige art und weise rüberzubringen.
nach vier jahren album-pause kehren aaron barrett, scott klopfenstein, carlos de la garza, matt wong, dan regan und tyler jones mit mehr vielseitigkeit denn je zurück, was songs wie "sayonara senorita", eine salsa instrumental nummer oder der sinatra-klassiker "new york, new york" als a-capella version der fische eindeutig beweisen. des weiteren zeigen sich RBF ihrer version von „boss dj“ als sublime-fans…
lead sänger und gitarrist aaron barrett (der nebenbei allein schon aufgrund seiner hornbrille, seiner hawaii-hemden und seiner seltsamen krawatten einzigartig ist) tut des weiteren das seine um dem album einen ganz eigenen stempel aufzudrücken…
nachdem „cheer up!“ bereits seit 2002 in den usa, im uk, … erhältlich ist, fand es dieses jahr endlich den weg in die deutschen plattenläden, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass den jungs aus orange county in deutschland nicht wirklich die aufmerksamkeit geschenkt wird, die sie verdienen..


Anspieltipps:

01. "good thing"
03. "ban the tube top"
09. "dateless losers"
18. hidden track
(gesamtspielzeit: 18 tracks, 67 minuten)

Fazit: dieses album ist einfach nur gute laune- und partymusik. kauft dieses album und unterstützt die fische, damit sie ihre nächste deutschland-tour nicht wieder auf eigene kosten in angriff nehmen müssen…
    
Für Freunde von: mighty mighty bosstones, less than jake, mad caddies, ...  (nc)