.R.E.M "the best of" in time 1988-2003 (warner music / vö: 24. november 2003)

seit einer halben ewigkeit spielen R.E.M. in der ersten liga, wenn es um gitarren-rock/pop geht, doch leider ist es in den letzten jahren still geworden um die band mit dem charismatischen frontmann michael stipes. umso mehr freut es einen alten fan wie mich, wenn es dann doch mal wieder einen realease gibt, auch wenn es nur ein best-of ist.
auf den ersten blick gesehen sind auch sehr viele gute songs & alte klassiker vertreten, wie zB: "losing my religion", "everybody hurts", "nightswimming" und "what's the frequency kenneth". alles sehr gute stücke aus alten tagen. auf den zweiten blick erkennt man jedoch schnell das fehlen einiger essentiell wichtiger songs! "shiny happy people", "drive" und "the one i love" sind unverzichtbare klassiker von R.E.M. die auf einem best-of keinesfalls fehlen dürfen.
einer der besten songs ever fehlt leider ebenfalls: "end of the world" da er vor 1988 entstanden ist und das auf einem anderen label. außerdem war dieser schon auf einem früheren, schwächeren "best-of", sehr schade. für das fehlen dieser vielen guten stücke gibt es mehrere gründe:
erstens gibt es bereits, wie eben angesprochen 2 best-of-alben der band und zweitens haben michael stipe & co soviel hochwertiges soundmaterial, daß die besten ihrer songs unmöglich auf nur eine CD passen. für die trackauswahl ist die band angeblich selbst verantwortlich und nicht, wie so oft, deren plattenfirma.
man könnte hier viel diskutieren, welche songs nun wirklich auf die hitsammlung gehört hätten aber die einzige unverfängliche lösung wäre meiner meinung nach eine doppel-CD mit allen besten songs gewesen. so halten wir das dritte puzzlestück einer nicht enden wollenden best-of-reihe in den händen um uns vermutlich in ein oder zwei jahren eine noch umfassendere best-of-sammlung nachzukaufen. naja.
ein großes plus ist die tatsache daß hier auch 2 völlig neue songs enthalten sind, nämlich "animal" und "bad day". letzteres möchte ich besonders hervorheben, da michael stipe hier mal wieder den nagel auf den kopf getroffen hat und einen genialen song mit noch besserem video-clip abliefert! die tatsache daß die melodie ganz starke ähnlichkeit mit ihrem alten song "end of the world" hat soll uns dabei mal nicht weiter stören.

anspieltips:
01 "man on the moon"
03 "bad day"
04 "what's the frequency kenneth"
06 "losing my religion"
16 "everybody hurts"
18 "nightswimming"
(gesamtspielzeit: 18 songs, 76 minuten)

fazit: irgendwie ist es mit diesem album das gleiche wie mit der kürzlich vorgestellten singles-collection von no doubt. wenige neue aber dafür verdammt viele gute songs auf einem album. wenn man von früher aber viele der songs bereits besitzt, fällt es schwer für dieses best-of den geldbeutel zu zücken. das verdammt gute, inhaltlich brandaktuelle "bad day" erleichtert allerdings das geldausgeben. (dr.öge)

ps: das vorliegende album ist auch als doppelalbum mit einigen live-versionen oder als audio-DVD mit einigen videoclips erhältlich.