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"rise against" ... what? stellt sich da die frage.
die musikalische antwort lautet, so glaube ich, gegen alles. denn hier
liegt mal eine etwas härtere variante vom label fat wrechords vor.
4 bandmitglieder, davon 2 von 88 fingers loui.
klassischer punkrock bis hin zum hardcore, melodiös und hart, mit
gutem straighten gesang bis hin zu einigen schreieinlagen! vorwärts
heißt hier die richtung und das ist gut so.
während der vorgänger "the unraveling" noch getrost
als hardcore-scheibe gewertet werden kann, hat "revolutions per minute"
doch mehr punk anteile und die bessere abstimmung zwischen melody &
core. schön zu sehen, daß sich die 4 jungs aus chicago weiterentwickelt
haben und ihr debut noch deutlich toppen konnten.
die bass-drum, die vom sound her etwas an good riddance erinnert, wurde
von der lautstärke her im vergleich zum vorgänger deutlich nach
unten korrigiert. das ist gut, so, kann man doch nun die vocals von tim
mc ilrath besser verstehen und gleichzeitig nehmen die guten und abwechslungsreichen
texte mehr einfluß auf die songs. nichts ist ätzender, als
eine hardcore band, die mit ihrer bass-drum einfach ALLES übertönt,
gibt es leider viel zu oft. nach dem motto: hauptsache hardcore, der rest
ist egal ...
die stärke von rise against liegt ganz klar in der kunst der
tempi-wechsel, so daß punk & hardcore-elemente problemlos in
einen song gepackt werden können. dies gepaart mit guten texten und
den klassischen gitarrenriffs ergibt dann schönen, soliden punkrock
à la fat wrechords. einen innovationspreis kann man hier auf keinen
fall vergeben,
die songs gehen aber schnell ins ohr, pushen teilweise oder heben einfach
den gute-laune-faktor.
hier liegt auch die einzige richtige schwäche dieser platte: nichts
was man nicht schon so ähnlich gehört hätte, keine überraschungen,
stattdessen altbekanntes neu aufgelegt aber verdammt gut gemacht/gespielt.
ich persönlich hätte mir zur abwechslung einen komplett soften
song oder ein vollgas-duett mit einem gastmusiker oder noch lieber einer
punkFRAU gewünscht (wie zB "on the outside - live" von
no use for a name). schön designtes booklet, leider ohne fotos
dafür aber mit allen texten.
Anspieltips:
02 heaven knows
05 like the angel
11 torch
13 hidden track
(gesamtspielzeit: 13 songs, 38 minuten)
Fazit: bleibt festzuhalten, daß
rise against da hin wollen, wo good riddance längst sind, die ansätze
und eine gute cd sind da, bleibt nur noch die frage, ob die vier amis
auch live halten können was das album verspricht.
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