|
|
Stil: Skatepunk bis Melodycore
Über 16 Jahre lang haben die Satanic Surfers nun ihr Ding gemacht
und sind sehr langsam aber stetig aufgestiegen in der schwedischen Punkrock-Szene.
Dennoch sind sie immernoch nicht da angekommen, wo heute schon viele Rockbands
nach ihrem ersten Album sind.
Bei Skatern, Veganern und Tierschützern sind sie wegen ihrer Texte
und Einstellung eh beliebt, mittlerweile lösen sie sich jedoch aus
dem Underground und finden mehr und mehr Beachtung. Für mich hatten
sie schon immer das gewisse etwas und seit ihrem Debut "keep
out" verfolge ich nun schon die Musik und den Werdegang
der Schweden aus Malmö.
Zu Beginn hatten sie noch den schnellen, dreckigen, punkigen Sound einer
Garagenband und rockten mit viel Energie, Sarkasmus und einiger Wut im
Bauch los, doch das immer interessant und mit intelligenten bis lustigen
Texten. Mit der Zeit reifte der sound der Band jedoch merklich, Pop, Mid-Tempo
und Melodycore wurden in die bis dahin sehr schnellen, geradlinigen Stücke
integriert. Seitdem ist ihr Sound abwechslungsreicher und vielseitiger
geworden. Grund genug zu fragen: Wie klingt eigentlich das neue Album?
Zur CD selbst: Ihr neues Album "taste
the poison" ist ein kleiner Schritt zurück zu den Wurzeln
der Band, ohne die, in den letzten Jahren erworbene Vielseitigkeit abzulegen.
Insgesamt geht es hier aber wieder eine Nuance schneller und geradliniger
zu als bei den letzten beiden Alben. Man könnte auch sagen, es ist
eine Fusion der Stile aller vorherigen Alben, man hat diesmal nicht versucht,
den Sound in eine gewisse Richtung zu drängen und zeigt so die ganze
Bandbreite der Satanic Surfers.
Melodycore wechselt sich hier mit Sing-Along-Refrains und geradlinigen
Punk-Krachern ab, da sollte also für jeden was dabei sein, ohne dass
ich prophezeien könnte, dass ihr das Album von Anfang bis Ende mögt.
Textlich sind die Surfers diesmal ungewohnt unpolitisch, was mir gut gefällt,
die Texte sind persönlicher und meiner Meinung nach noch ansprechender
geworden. Identifikation für Jedermann ist angesagt!
Mit "blood on the sidewalk" und "down in fire"
sind aber zwei absolut höhrenswerte Songs dabei, mit richtig geilenTexten,
Pusher-Attituden und guten Gitarrenriffs. Diese haben auch direkt einen
Platz auf meinem MP3-Player ergattert und werden mich bei den nächsten
Sessions im Schnee also mit Sicherheit begleiten.
Auch die anderen Songs können großteils überzeugen, nur
wird wohl jeder dabei andere Stücke favorisieren.
Nach einigen LineUp Veränderungen stand die Band ja vor diesem Release
kurz vor der Trennung, jetzt nach "taste the poison"
bleibt mehr denn je zu hoffen, das die Satanic Surfers noch lange weiter
bestehen bleiben!
Anspieltipps:
03 "weight on my shoulders"
06 "blood on the sidewalk"
10 "down in fire"
13 "rise"
(Gesamtspielzeit: 13 Songs, ca.35 Minuten)
Fazit: Kein schlechter Output von
den Satanics, doch das Album "hero of our times" ist
und bleibt meiner Meinung nach unerreicht unb da kann auch "tast
the poison" wenig dran ändern. (dr.öge)
Für Fans von: Strike Anywhere,
Rise Against, Lagwagon, No use for a name, etc.
|