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Stil: Pop / Hip Hop
Format: CD im Digipack
Mit "Rot"
erscheint in kürze das nunmehr sechste Soloalbum der Frankfurter
Rapperin Sabrina Setlur, das ein weiteres Mal den Anspruch erhebt die
Messlatte für sich selbst und alle anderen erneut höher zu stecken.
Das ihre Alben Chartpotential besitzen, sollte kaum jemanden mehr wundern,
gewann sie doch mehrfach den Echo und den Cometen, hatte eine eigene Radiosendung
bei HR 3 und konnte mit „Du liebst mich nicht“ sogar
einen Nr. 1 Hit in den deutschen Singlecharts für sich verbuchen.
Dementsprechend sind die Erwartungen hoch, können aber größtenteils
erfüllt werden. Nach vielen Jahren ohne den Release von wirklich
neuem Material muß man hier definitiv von einem Comeback sprechen
und möglicher Weise wird der Erfolg des neuen Longplayers sogar über
die musikalische Zukunft der Setlur entscheiden.
Zur CD selbst: Sabrina zeigt ein weiteres Mal ihre kreative Wandlungsfähigkeit
und zaubert ein Album das so noch nicht da gewesen war. Dank der Mitarbeit
von Moses Pelham und Martin Haas, die unter anderem auch für die
Produktionen von Glashaus verantwortlich
sind, schafft es "Rot" für jeden
Geschmack etwas anzubieten. So ist für die Clubs die erste Single
„Lauta“ am Start, die schon vorab klar stellt, was
den Hörer auf dieser Scheibe erwartet: Gute Laune sowie clubtaugliche
und überwiegend tanzbare Beats die auch mal 130 BPM erreichen können.
Für Abwechslung am Mic sorgen vor allem die Gastauftritte von Labelboss
Moses Pelham ("Discolampen") oder Sebastian Hämer,
dessen Stimme wieder einmal kaum von Xavier Naidoo zu unterscheiden ist.
Doch auch ganz andere Stücke und langsame Balladen wie „Überleben“
(mit 73 BPM) können gefallen und machen das Album zusammen mit Sabrina
Setlur's Stimme zu einer runden Sache. Die Idee ist zwar nicht wirklich
neu, auch Deichkind und Jan Delay transportierten den Hip Hop in neue
Genres, doch an der Umsetzung von "Rot" gibt es eigentlich
nichts zu meckern.
Da man sich aber stellenweise doch an Schwester S erinnert fühlt,
wird das Album den alten Fans vermutlich besser gefallen als dem Rest.
Dem knallroten Digipack liegt auch ein Poster von Sabrina bei, das es
in zwei Versionen gibt: Einmal dezent stilvoll für die Damen, das
andere frech & sexy für die Männerwelt.
Anspieltipps:
03. "Lauta"
08. "Überleben"
10. "Im roten Raum"
12. "Bald vielleicht O.K."
(Gesamtspielzeit: Songs, ca. Minuten)
Fazit: Ein ehrliches
Album mit Hitpotential. Ähnlich wie Deichkind, könnte Sabrina
mit ihrem neuen Sound auch ganz neue Fans für sich gewinnen. Ob "Rot"
auch in den Charts punkten und die Setlur tatsächlich zur "Deutschen
Madonna" machen kann bleibt jedoch kritisch abzuwarten ... (Bo &
Sven)
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