| .Skunk Allstars "hatred of a minute" (Long Beach Records / VÖ: 01. August 2006) | |
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Originaltitel: Frank and his Skunk Allstars Stil: Swing orientierter Mix aus Ska, Reggae und Punk Die Skunk Allstars sind weniger eine permanente Band als vielmehr ein Puzzle, welches ein gewisser Frank Liesener nach "bleading hearts and smiling faces" nun zum zweiten mal zusammengesetzt hat. Frank Liesener aus Mühlheim, der Initiator des vorliegenden Longplayers ist ein alter Hase im Bereich des Skapunk und Crossover. Viele kennen ihn vielleicht noch als Sänger seiner ehemaligen Band Skunk. Frank ist nicht nur mit vielen Stars der Szene per Du, er pflegt auch Kontakte nach Long Beach, dem Ursprungsort dieses Musikstils und hat für die Verwirklichung des Albums die halbe Welt bereist. Man munkelt, dass 80 (!) Personen an diesem Album beteiligt waren, darunter auch die ehemaligen Mitglieder von Sublime sowie Lorna Bennett, Pleasant Problem, Swing Cats, Dread Daze, Dj Wrex und etliche andere. Hierfür musste Frank 12 Studios in 8 Ländern besuchen (USA, Spanien, Portugal, Großbritannien, Deutschland, Italien, Australien und Slowenien) und somit einen unglaublich grossen Aufwand auf sich nehmen, um uns "hatred of a minute" präsentieren zu können. Kurz gesagt, der Mann weiss wovon er spricht bzw. singt und was er musikalisch macht, tut er sicherlich aus Überzeugung und Leidenschaft. Obwohl selbst die ursprünglichen Helden des Genres Sublime und deren Nachfolgebands, die Long Beach Du Allstars, Bargain Music und Filibuster bei uns alles andere als berühmt sind, gibt Frank sein Herzblut, um diesen Musikstil bei uns weiterhin zu etablieren. Allein deshalb gebührt ihm unser ganzer Respekt und es bleibt nur zu hoffen, dass weitere Künstler seinem Beispiel folgen und einfach ihr Ding durchziehen, ohne sich nur von Trends und Verkaufszahlen leiten zu lassen. Zur CD selbst: Wer das Debut der Skunk Allstars "bledding hearts uns smiling faces" kennt, weiss in etwa, was in hier erwartet. Doch während die erste Platte noch ein bisschen nach wannabe Long Beach Dub Allstars klang, etabliert "hatred of a minute" einen ganz eigenen Stil, der mehr auf Swing setzt, ohne dabei Ska, Punkrock und Reggae auszuschliessen. Erstaunlich ist auch dieses mal wieder, dass die Platte trotz etlicher Gastmusiker und ebenso vielen unterschiedlichen Musikstilen sehr homogen klingt. Eingängige gute-Laune-Melodien mit massenhaft Stil- und Tempiwechseln lassen Summer Feling aufkommen und auch Frank Liesener hat sich gegenüber dem Vorgänger gesanglich noch deutlich gesteigert. Obwohl man den Texten entnehmen kann, dass er zuletzt schwere Zeiten durchmachen musste, predigt er hier Optimismus und eine generell positive Lebenseinstellung. Der Mann scheint nie aufzugeben. Das unterstreicht auch das Intro, welches mehr eine Art Ansprache ist. Wir können den Worten von Frank nur vollends zustimmen. Die 17 Songs vereinen so viele Einflüsse in jedem einzelnen Stück, dass man das Album viele Male hören muss um die ganze musikalische Bandbreite herauszuhören. Beim ersten Reinhören wird man aber sofort von einem Feuerwerk aus swingendem Ska und schönem Gesang überrascht, das die Stimmung sofort merklich anhebt. Am besten hat uns die instrumentale Vielseitigkeit der Songs gefallen, die dennoch alle wie aus einem Guss klingen. Ihr meint, das geht nicht? Dann hört's Euch doch selber an und geniesst mit "hatred of a minute" einen schwungvollen Sommer ...
Anspieltipps: 02 "blur from clear" 04 "rusty coins" 09 "looking out" 10 "stay behind" 12 "demfi burning" 18 "calling inside" (Gesamtspielzeit: 18 Tracks, ca. 65 Minuten) Fazit: Nach der xten monotonen Punkrock-Scheibe, bei der ein einziger Tempiwechsel schon als Sensation gefeiert wird, ist dies genau die richtige Abwechslung! Hier kann man von etwas wirklich neuem sprechen, einem Crossover, wie wir ihn hier zu Lande eigentlich gar nicht kennen. Meiner Meinung nach die innovativste Platte des Jahres, die für alle Skafans und Weedsmoker der Soundtrack des Sommers 2006 werden dürfte. (Dr.Öge) Für Fans von: Slightly Stoopid, Sublime, Long Beach Dub Allstars, Mighty Mighty Bosstones |